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Dur-Akkorde: Wie man die fröhlichsten Akkorde der Musik einsetzt

Dur-Akkorde: Wie man die fröhlichsten Akkorde der Musik einsetzt

Falls es einen Akkord gibt, den du lernen solltest, wenn du ein neues Instrument lernst oder dich zum ersten Mal mit der Musiktheorie beschäftigst, dann ist es der Dur-Akkord.

Dur-Akkorde sind in der Musik allgegenwärtig – es ist ziemlich schwer, einen Song zu finden, in dem kein Dur-Akkord bzw. eine Variante des Dur-Akkords vorkommt.

In diesem Artikel erkunden wir, was es zum Thema Dur-Akkorde zu wissen gibt – wie sie in den Dur- und Moll-Tonarten funktionieren und wie du sie beim Songwriting einsetzt.

Außerdem beschäftigen wir uns mir ein paar fortgeschritteneren Themen wie Dur-Akkorderweiterungen.

Doch zuerst schauen wir uns mal die Grundlagen an.

Was ist ein Dur-Akkord?

Ein Dur-Akkord entsteht, wenn drei Noten in der Form eines Dreiklangs zusammen gespielt werden. Die Noten, die einen Dur-Akkord bilden, sind der Grundton, die vom Grundton ausgehende große Terz und die vom Grundton ausgehende reine Quinte.

Zum Beispiel: Ein C-Dur-Akkord besteht aus C (dem Grundton), E (von C ausgehende große Terz) und G (von C ausgehende reine Quinte).

Der Dur-Dreiklang ist die grundlegendste Form eines Dur-Akkords, doch es können auch andere Dur-Akkorde mit zusätzlichen Noten gebildet werden, solange sie jeweils die charakteristische, vom Grundton ausgehende große Terz aufweisen.

Was ist eine große Terz?

Eine große Terz liegt vier Halbtonschritte über dem Grundton.

Wenn wir zum Beispiel bei C-Dur bleiben, liegt E vier Halbtonschritte über C, weshalb es die große Terz eines C-Dur-Akkords darstellt.

 

Was ist eine reine Quinte?

Eine reine Quinte liegt sieben Halbtonschritte über dem Grundton.

In unserem C-Dur-Beispiel liegt G sieben Halbtonschritte über C.

Falls du mehr über Intervalle erfahren möchtest, kannst du dir unseren Artikel zum Thema durchlesen – darin findest du sogar für jeden Intervall Beispiele aus der Musik!

Dur-Akkordumkehrungen

Selbstverständlich gibt es unterschiedliche Arten, Dur-Akkorde zu spielen, da die Noten, aus denen ein Akkord besteht, neu arrangiert werden können.

In der Musiktheorie gibt es drei Haupt-Umkehrungen des Dur-Akkords, daher wollen wir uns diese Akkord-Voicings im Folgenden genauer anschauen.

Grunposition

Wenn es sich nicht um eine Umkehrung eines Dur-Akkords handelt, wird der Akkord in der sogenannten Grundposition gespielt.

Das liegt daran, dass sich der Grundton am unteren Ende des Akkords befindet und darüber die große Terz und reine Quinte gestapelt werden.

Im C-Dur-Dreiklang befindet sich demnach C unten, E in der Mitte und G oben.

Erste Umkehrung

Bei der ersten Umkehrung wird der Grundton ans obere Ende des Akkords verschoben, die niedrigste Note ist die große Terz und in der Mitte des Dreiklangs sitzt die reine Quinte.

Für unser C-Dur-Beispiel bedeutet das, dass der Dreiklang in der ersten Umkehrung so aussieht, dass E unten, G in der Mitte und C oben liegt.

Zweite Umkehrung

Bei der zweiten Umkehrung befindet sich der Grundton in der Mitte des Akkords, die reine Quinte unten und die große Terz oben.

Für den C-Dur-Akkord in der zweiten Umkehrung bedeutet das: G unten, C in der Mitte und E oben.

Dur-Akkorde in Akkordfolgen benutzen

Es kann sein, dass du dich beim Songwriting eher zu Dur-Akkorden hingezogen fühlst, da sie als “fröhlich” angesehen werden.

Doch es sieht so aus, dass Dur-Akkorde – wie alle anderen Akkorde auch – ihren eigenen Platz innerhalb einer Tonart, in der du arbeitest, anzuschauen.

In einer Dur-Tonleiter (oder Dur-Tonart), lassen sich Dur-Dreiklänge von der ersten, vierten und fünften Tonleiterstufe aus bilden.

In der Tonart C-Dur zum Beispiel kannst du von jeder Tonleiterstufe aus einen Dreiklang bilden.

Wenn du das ausprobierst, wirst du festellen, dass die Akkorde, die von der vierten und fünften Tonleiterstufe aus gebildet werden, Dur-Akkorde sind, wohingegen die von der zweiten, dritten und sechsten Tonleiterstufe aus gebildeten Akkorde alle Moll-Akkorde sind. Dabei handelt es sich um diatonische Akkorde, da sie ausschließlich Noten aus der Tonart C-Dur beinhalten.

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2021/02/Using-major-chords-in-chord-progressions.jpg

Aus diesem Grund werden die 1-4-5-Akkorde in vielen gängigen Akkordfolgen benutzt – sie werden allesamt von Tonleiterstufen aus gebildet, die Dur-Akkorde umfassen.

Du kannst auch in der Moll-Tonleiter Dur-Akkorde bilden – sie existieren auf bestimmten Stufen der Moll-Tonleiter.

Schau dir dieses Beispiel an, in dem die natürliche Moll-Tonleiter von A-Moll benutzt wird.

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2021/02/Major-chord-extensions.jpg

Wenn man einen Dreiklang von jeder Tonleiterstufe der A-Moll-Tonleiter aus bildet, bekommt man Dur-Akkorde auf C, F und G, der dritten, fünften und sechsten Stufe der Tonleiter.

Falls du nicht verstehst, warum sich diese Dur-Dreiklänge dort bilden, macht es wahrscheinlich mehr Sinn, dir den Quintenzirkel anzuschauen.

Nimm dir einen Moment, um dich mit dem Quintenzirkel vertraut zu machen, falls du das noch nicht getan hast – er ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Konzepte, die man verstehen sollte, wenn man sich mit westlicher Musiktheorie beschäftigt.

Im Quintenzirkel sieht man, dass A-Moll die Paralleltonart zu C-Dur ist und F und G neben C-Dur liegen – sie sind außerdem die Dur-Akkorde aus unserem C-Dur-Beispiel.



Dur-Akkorderweiterungen

Dur-Akkorde sind nicht nur Dreiklänge, sondern im Jazz begegnen einem auch Dur-Septakkorde oder Dur-Nonakkorde.

Bei diesen Akkorden wird der Dur-Dreiklang im Grunde durch eine Septime bzw. eine None erweitert. Das ist eine der Arten, wie in der Jazzmusik Akkorden ein zusätzliches Level an Klangfarbe und Dissonanz verliehen wird.

Doch im Grunde handelt es sich um das gleiche Prinzip, außer du fügst die Septime oder None zur Umkehrung deines Akkords hinzu.

So klingt zum Beispiel ein Dur-Septakkord in der Grundposition:

 

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten für Akkorderweiterungen in der Musiktheorie – zum Glück haben wir einen eigenen Artikel zum Thema parat.

Dur durch und durch

Dur-Akkorde sind für gewöhnlich die erste Anlaufstelle für jene, die sich zum ersten Mal mit der Musiktheorie beschäftigen.

Das macht in vielerlei Hinsicht Sinn – Dur-Akkorde sind nicht allzu kompliziert zu lernen und einzusetzen.

Doch beschäftige dich nicht allzu lang mit Dur-Akkorden – das wird auf die Dauer langweilig!

Es gibt so Vieles zu entdecken in der Welt der Musiktheorie und das Ganze macht umso mehr Spaß, je mehr man sich damit beschäftigt.

Übe schön deine Dur-Dreiklänge, Tonleitern, Akkordfolgen und Kadenzen und wenn du sie alle gemeistert hast, kannst du dich den spaßigen Teilen der Musiktheorie widmen.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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