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Unschöne Wahrheiten: Alles selber machen, ist nicht leicht

Unschöne Wahrheiten: Alles selber machen, ist nicht leicht

Willkommen zu Unschöne Wahrheiten, der LANDR Blog-Serie, in der wir uns den harten Realitäten der Musikproduktion widmen. Die folgenden Ratschläge willst du vielleicht nicht unbedingt hören – doch sie werden deine Produktions-Skills bereichern.

Die meisten Musiker*innen würden gerne ihren Alltagsjob hinter sich lassen und vollzeit Musik machen.

Egal ob du gerade erst mit dem Musikmachen angefangen hast oder schon lange dabei bist – dir sind bestimmt hier und da schon ein paar Hindernisse begegnet.

Um eine erfolgreiche Musikkarriere auf die Beine zu stellen, brauchst du mehr als nur Talent.

Denn ein seriösen Musikprojekt zu starten ist dem Gründen eines Unternehmens nicht unähnlich. Du musst dich effektiv selbstvermarkten, deine Musik promoten und ein Netzwerk aufbauen.

Noch dazu musst du technische Aufgaben wie aufnehmen, mischen und produzieren meistern.

Da denkt man schnell: “Hätte ich doch nur ein Team, das mir unter die Arme greift.”

Doch würde Hilfe von außen wirklich deine Probleme lösen, oder lediglich neue kreieren?

Man denkt schnell: “Hätte ich doch nur ein Team, das mir unter die Arme greift.” Doch würde Hilfe von außen wirklich deine Probleme lösen, oder lediglich neue kreieren?

Hier ist unsere heutige unschöne Wahrheit: Alle Rollen selbst zu übernehmen, ist nicht leicht, doch die DInge selbst in die Hand zu nehmen, ist es absolut wert.

Davon solltest du dich nicht entmutigen lassen, insbesondere nicht heutzutage, wo es mehr Tools gibt als jemals zuvor, die Musiker*innen dabei helfen, ihre Musik auf eigene Faust unters Volk zu bringen.

Es lohnt sich, die komplette Kontrolle über ein Projekt zu haben

Wenn du alles selbst erledigst, kannst du alle Entscheidungen treffen.

Es ist völlig dir überlassen, in welche Richtung sich das Projekt entwickelt und wie deine Tracks schlussendlich klingen werden.

Das mag zunächst etwas einschüchternd klingen, doch die komplette Kontrolle über dein eigenes Projekt zu haben, kann die Dinge erleichtern.

Es gibt niemanden, mit dem du dich über kreative Entscheidungen streiten musst.

Du musst nicht warten, bis andere Leute ihre Teile fertig geschrieben und gelernt haben, und es müssen keine Termine ausgemacht werden.

Alles, was du tun musst, ist ins Studio gehen, wann immer du Zeit hast, und mit der Arbeit loslegen.

Alles, was du tun musst, ist ins Studio gehen, wann immer du Zeit hast, und mit der Arbeit loslegen.

Es gibt immens viele Tools, die dir dabei helfen können

“Do it yourself”-Musiker*in zu sein ist dank heutiger Tools um einiges einfacher als früher.

Du kannst auf den einschlägigen Online-Plattformen alles zum Thema Musiktheorie in Erfahrung bringen und sogar ein neues Instrument lernen.

Mit Hilfe von VST-Plugins kannst du deinen Tracks ohne Probleme so ziemlich jedes Instrument hinzufügen, ganz zu schweigen davon, was du mit einer modernen DAW alles anstellen kannst.

Falls du ein “echtes” Instrument in deinem Track willst, es jedoch nicht spielen kannst, kannst du über Online-Plattformen wie Soundbetter ein*e Musiker*in für eine Studio-Session buchen.

Produktionsverfahren wie Mixing und Mastering sind lange nicht mehr so ominös und teuer wie früher, dank automatisierter Mastering-Tools wie LANDR und leistungsstarker Mixing-Plugins.

Zudem ist es dank Sample-Bibliotheken wie LANDR Samples mittlerweile um einiges einfacher, hochwertige lizenzfreie Samples ausfindig zu machen, die du direkt in deine Tracks einbauen kannst.

Egal, was du brauchst – die Chancen stehen hoch, dass es ein Tool gibt, das dir dabei hilft, die Sache selbst zu erledigen.

Egal, was du brauchst – die Chancen stehen hoch, dass es ein Tool gibt, das dir dabei hilft, die Sache selbst zu erledigen.

Es ist nicht immer einfach, im Kollektiv zu arbeiten

Es kann extrem erfrischend und inspirierend sein, neue Persönlichkeiten in deinen Prozess zu integrieren.

Doch auf lange Sicht kann die Arbeit im Kollektive massive Nachteile mit sich bringen.

Kreative Differenzen sind da noch das kleinste Problem und häufig auch nicht unmöglich zu überkommen.

Es ist häufig das von Natur aus sehr persönliche Wesen des Songwritings sowie der Umstand, dass beim Musikmachen häufig persönliche und professionelle Beziehungen gemischt werden, das dazu führt, dass sich Kollektive irgendwann auflösen.

Wenn man sich andauernd mit den Leuten, mit denen man arbeitet, uneins ist und persönliche Angelegenheiten mit der Arbeit vermischt, kann das die Psyche belasten und dazu führen, dass das Musikmachen schnell keinen Spaß mehr macht.

Wenn man sich andauernd mit den Leuten, mit denen man arbeitet, uneins ist und persönliche Angelegenheiten mit der Arbeit vermischt, kann das die Psyche belasten und dazu führen, dass das Musikmachen schnell keinen Spaß mehr macht.

Ganz abgesehen davon, dass sich Lebensumstände immer verändern können.

Wenn Leute wegziehen oder die Profession wechseln, kann es sein, dass du plötzlich alleine dastehst, und zwar ohne die Skills, die du dir angeeignet hättest, wenn du die ganze Zeit alleine gearbeitet hättest.

Du solltest dich nicht aus den falschen Gründen in ein Kollektiv stürzen, denn so kann es passieren, dass du schlechter dastehts als vorher.

Rollen und Grenzen sind wichtig, wenn du mit einem Team arbeitest

Das soll nicht heißen, dass du nie mit Anderen zusammen Musik machen solltest.

Wenn du eine Band starten oder auf sonstige Weise mit jemandem zusammenarbeiten willst, solltest du jedoch ganz klare Rollen und Verpflichtungen festlegen, mit denen jede*r einverstanden sein sollte.

Es hilft immer festzulegen, wer die Band leitet, wer sich um E-Mails und Marketing kümmert, wer fürs Songwriting zuständig ist und wie das Team zusammen neue Tracks produziert.

Es mag komisch und vielleicht ein bisschen unangenehm sein, doch es ist keine schlechte Idee, einen Vertrag oder ein Manifest aufzusetzen, der oder das klar und deutlich formuliert, was von jeder Person erwartet wird und wer für was verantwortlich ist.

Es mag komisch und vielleicht ein bisschen unangenehm sein, doch es ist keine schlechte Idee, einen Vertrag oder ein Manifest aufzusetzen, der oder das klar und deutlich formuliert, was von jeder Person erwartet wird und wer für was verantwortlich ist.

All das von Anfang an klar festzulegen, ist der beste Weg, um Streitigkeiten zu vermeiden, die eine Band sowie Freundschaften zerstören können.

Das perfekte Team findet man nicht von heute auf morgen

Doch du kannst jederzeit an dir und deiner Musik arbeiten.

So verbesserst du deine Skills immer mehr.

Klar, irgendwann brauchst du wahrscheinlich eine*n Booking-Agent*in, Produzent*in oder Manager*in.

Doch meiner Erfahrung nach ergeben sich diese Dinge mit der Zeit auf natürliche Weise und auch erst dann, wenn du dein Talent und deine Seriosität unter Beweis gestellt hast.

Es ist besser, wenn du dich darauf konzentrierst, eigenständig neue Tracks zu kreieren, ein Album fertigzustellen oder einen bevorstehenden Release zu promoten, statt verzweifelt nach jemandem zu suchen, die oder der das für dich übernimmt.

Du solltest stattdessen hier und jetzt hart arbeiten. Das ist der beste Weg, um von denjenigen in der Branche wahrgenommen zu werden, die dir helfen können.

Alles alleine zu machen, ist nicht einfach, doch es ist schlussendlich lohnenswerter und nachhaltiger, wenn du dich tief in die Materie einarbeitest und lernst, die Dinge selbst zu tun.

Unbegrenztes Mastering & Vertrieb, 1.200 lizenzfreie Samples, 30+ Plugins und mehr! Hol dir alles, was LANDR zu bieten hat, mit LANDR Studio.

Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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