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7 außergewöhnliche Wege, Samples zu bearbeiten

7 außergewöhnliche Wege, Samples zu bearbeiten

Hol dir die Tools, um deinen Sound mit über 30 Synthesizern, Instrumenten, Effekten und Utilities-Plugins von Branchenführern wie Arturia, UJAM und anderen zu formen. Probiere LANDR-Plugins aus.

Du hast also ein paar nette Samples gefunden, mit denen du arbeiten möchtest. Und was jetzt?

Selbst wenn du die für deinen Track perfekten Sounds gefunden hast, kann es sein, dass ein bisschen kreative Bearbeitung nötig ist, damit sie auch perfekt in den Mix passen.

Doch wenn herkömmliche Mixing-Verfahren nicht ausreichen, müssen ein paar unkonventionelle Lösungen her.

Hier sind 7 außergewöhnliche Arten, Samples zu bearbeiten, um einen besseren Mix zu bekommen.

1. Nimm sie “live” auf

Manche Samples klingen zu trocken und unnatürlich. Ein Weg, dieses Problem zu beheben, besteht darin, den Sound des Samples mit einem Mikrofon in einem Raum aufzunehmen.

Dieses Verfahren liefert im Grunde die gleichen Ergebnisse wie ein subtiles Hall-Plugin, doch in echt!

Ein echter Raum liefert meistens den überzeugendsten Hall für so ziemlich jeden Sound.

Ein echter Raum liefert meistens den überzeugendsten Hall für so ziemlich jeden Sound.

Stelle einfach ein Mikro in dem Raum, in dem du mischst, auf und nimm damit den Sound deiner Samples auf, direkt wenn er aus den Lautsprechern kommt.

Du kannst Winkel und Abstand variieren oder unterschiedliche Mikrofontypen ausprobieren.

Der Unterschied mag zwar eher subtiler Art sein, doch das zusätzliche Gewicht und die Tiefe des Raums, in dem du aufnimmst, können dabei helfen, deine Samples in den Mix einzupassen.

Du musst lediglich sicherstellen, dass du das Input-Monitoring auf dem Kanal, über den du aufnimmst, aktivierst, sonst kommt es zu intensivem Feedback.

2. Benutze Vintage-Sampler-Plugins

Vintage-Equipment verfügt über einen fast legendären Status. Heutzutage zahlt man selbst für die rudimentärsten Sampler aus den Anfangszeiten des Samplings gebraucht viel Geld.

Der Grund dafür ist, dass diese Original-Sampler einen absolut einzigartigen Sound liefern, was an ihrem begrenzten digitalen Speicher und ihrer primitiven AD/DA-Wandlung liegt.

Sampler wie der Akai MPC 60 und der Ensoniq ASR-X sind aufgrund ihrer knackigen und schlichten digitalen Qualitäten sehr gefragt.

sonic charge cyclone

Sampler wie der Akai MPC 60 und der Ensoniq ASR-X sind aufgrund ihrer knackigen und schlichten digitalen Qualitäten sehr gefragt.

Du bekommst manche dieser unverwechselbaren Qualitäten auch mit Plugins, die spezifisch dafür gemacht wurden, die Eigenarten dieser Art von Equipment nachzuahmen.

Versuch’s mal mit Plugins wie dem TAL Sampler, Sonic Charge Cyclone oder 112 dB Morgana, um deinen Samples die perfekte Retro-Note zu verpassen.

3. Probier’s mal mit den Slicing-Funktionen

Viele Sampler und Sampling-Plugins verfügen über eingebaute Slicing-Optionen, mit denen du selbst die banalsten Samples zum Leben erwecken kannst.

Du kannst zum Beispiel Slices auf Basis der Rastereinteilung oder der im Sample ermittelten Transienten erstellen.

Der großartige Sampler von Ableton – Simpler – wendet diese Methode an, sodass du Unterabschnitte deines Samples mit einem MIDI-Controller spielen kannst.

Es ist super inspirierend, selbst Hand an seine zerschnittenen Samples zu legen.

So lassen sich Samples im Handumdrehen zerlegen!



4. Lass den Sampler weg

Das mag kontraintuitiv klingen, doch du brauchst keinen Sampler, um Samples zu benutzen.

Samples können auch einfach als grundlegende Audio-Dateien auf deiner Zeitleiste eingesetzt werden.

Du musst nicht immer ein Sampler-Plugin einsetzen, um deine Samples kreativ zu nutzen. Manchmal reicht es, sie auf die Zeitleiste zu ziehen und dann als Audio zu manipulieren.

samples on the timeline

Fades, Clip-Gain, Rückwärtsspielen, Automation oder andere Audio-Operationen, die direkt auf der Zeitleiste ausgeführt werden, können absolut ausreichen, wenn man mit Samples arbeitet.

Fades, Clip-Gain, Rückwärtsspielen, Automation oder andere Audio-Operationen, die direkt auf der Zeitleiste ausgeführt werden, können absolut ausreichen, wenn man mit Samples arbeitet.

Auf diese Weise steht dir deine gesamte DAW zur Verfügung, sowohl zum Mischen als auch zum Bearbeiten deiner Samples.

Es muss nicht immer kompliziert sein!

5. Kreatives Re-Sampling

Du hast deine Samples mit Effekten so lange bearbeitet, dass sie nicht mehr zu retten sind? Vielleicht ist es Zeit fürs Re-Sampling.

Re-Sampling bedeutet, dass du Sounds bzw. Samples erneut sampelst.

resampling

Im Grunde zerteilst du dein Original-Sample und bearbeitest die neuen Teile dann so, als wären sie das ursprüngliche Material.

Mehrfaches Re-Sampling kann völlig neue und abgefahrene Klanglandschaften erzeugen.

6. Benutze die LFOs deines Samplers

LFOs eignen sich prima dazu, ein wenig Bewegung in deinen Mix zu bringen. Sie sind im Rahmen des Samplings ein ziemlich außergewöhnliches Tool.

Wenn du die Tonhöhe eines Samples modulierst, kommst du einem Vibrato sehr nahe. Dadurch kannst du realistische Instrumenten-Samples polyphonisch spielen.

Wenn du die Lautstärke mit einer Rechteckwelle modulierst, bekommst du ein abgehackteste Tremolo.

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2019/08/simpler-LFO_1200x627.jpg

Durch die Modellierung der Filter erhältst du Texturen, die an Synthesizer erinnern.

Wenn du ein Sinus-LFO auf die Pan-Position anwendest, entsteht ein psychedelischer Autopanner-Effekt.

Finde heraus, welche Shape- und Routing-Optionen dein Sampler bietet – sie können der Inspiration durchaus Vorschub leisten.

7. Setze Samples als Oszillatoren ein

Manche Wavetable-Synthesizer-Plugins (wie Wavetable von Ableton) ermöglichen es dir, benutzerdefinierte User-Wavetables zu importieren.

Das heißt, du kannst deine Samples als Oszillatoren in einem Synthesizer benutzen. Ich erkläre das mal.

Statt VCOs laden Wavetable-Synthesizer jedes einzelne Sample in eine “Zelle” in einem Table.

Ein Zeiger scrollt in unterschiedlichen Raten durch den Table, um unterschiedliche Tonhöhen zu erzeugen.

Hardware-Wavetable-Synthesizer haben typischerweise festgesetzte Wavetable benutzt, die ungefähr den Wellenformen von traditionell analoger Synthese ähnlich waren.

Doch Plugin-Synthesizer haben den Raum der Möglichkeiten um einiges vergrößert.

Heutzutage ist es einfach, benutzerdefinierte Wavetables von deinen Samples in deine eigenen Sessions zu importieren.

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2019/08/samples_as_oscillators_1200x627.jpg

Indem du Samples als Wavetables einsetzt, kannst du ein paar unerwartete Ergebnisse erzeugen.

Vertraue dem Prozess

Das kreative Bearbeiten ist ein wesentlicher Faktor, wenn man gut mit Samples mischen will.

Der klangliche Gehalt deiner Samples kann so stark variieren, dass eine einzige Mixing-Strategie selten allein funktioniert.

Probiere die hier vorgeschlagenen Verfahren aus, wenn deine Sample-Sounds das nächste Mal einen kleinen Boost brauchen.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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