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Elektronische Pressemappe: Brauchst du wirklich ein EPK?

Elektronische Pressemappe: Brauchst du wirklich ein EPK?

Falls du deinen neuen Release promoten und dir ein paar Erwähnungen in der Presse sichern willst, brauchst du auf alle Fälle eine elektronische Pressemappe (auch Electronic Press Kit oder EPK genannt).

Eine elektronische Pressemappe vermittelt alle wichtigen Informationen, die Festivals, Journalist*innen und Medien brauchen, um über deine Musik schreiben zu können. Doch es ist nicht unbedingt einfach, dein EPK zusammenzustellen – du musst wissen, was die Pressemappe beinhalten muss und wie du sie mit anderen teilst.

Es gibt viele verschiedene Meinungen dazu, wie Pressemappen funktionieren und wie man sie am besten Akteur*innen der Branche zugänglich macht.

Es kann sein, dass manche dir dazu raten, Geld in einen EPK-Dienstleister zu investieren. Andere wiederum sind der Ansicht, außer einer gut designten Webseite brauchst du nicht viel.

In diesem Artikel wollen wir Klarheit bezüglich EPKs schaffen und dir dabei helfen, deine elektronische Pressemappe so effektiv wie möglich zu gestalten.

Was ist eine elektronische Pressemappe?

Eine elektronische Pressemappe oder EPK ist eine Sammlung aus Musik, Bildern, Biografien und relevanten Informationen, die Journalist*innen, Medien, Blogs, Festivals, Radioshows, Pressevertreter*innen und Promoter*innen über ein*e Musiker*in und ihre/seine Musik-Releases informieren soll. Eine elektronische Pressemappe kann auf einer Webseite oder über einen EPK-Dienstleister verfügbar gemacht werden.

what is an EPK?

Musiker*innen benutzen EPKs, um das Interesse der Medien bezüglich eines neuen Release zu wecken zu wecken, Shows und Lokalitäten oder Festivals zu buchen, sowie die Aufmerksamkeit von Labels, Verlagen und Agent*innen auf sich zu ziehen.

Im Grunde ist das EPK eine digitale Methode, Gespräche anzustoßen.

Brauche ich wirklich einen EPK-Dienstleister?

In den späten Nullerjahren sind mehrere Dienste entstanden, die gegen Gebühren pressefreundliche EPKs für Musiker*innen erstellten.

Diese Unternehmen versprachen den Musiker*innen Zugriff auf Promoter*innen, Venue-Manager*innen, der Presse und brancheninternen Festivals und Konferenzen.

Leider wurden diese Versprechen nicht eingehalten.

Die “Gelegenheiten”, die diese Dienste anboten, waren nicht wirklich toll und Musiker*innen mussten Anmeldegebühren zahlen, ohne die Garantie zu haben, wirklich genommen zu werden. Es entstand ein massiver Backlash und viele Festivals beendeten ihre Partnerschaften mit EPK-Dienstleistern.

Heutzutage können sich Musiker*innen für die meisten Festivals auch ohne die Hilfe eines EPK-Dienstleisters bewerben. Eine persönliche E-Mail oder Bewerbung via Google Forms reicht aus.

Ein Dienst, der dir dabei hilft, deine elektronische Pressemappe zu erstellen und zu promoten, ist nicht mehr wirklich die beste Option. Am besten benutzt du einfach deine Webseite als EPK.

Am besten benutzt du einfach deine Webseite als EPK.

Wie benutze ich meine Webseite als EPK?

Künstlerwebseiten sind normalerweise für Fans gemacht, nicht für die Presse. Dieses Problem kannst du lösen, indem du einen dezidierten Pressebereich einrichtest, der alle Komponenten deiner elektronischen Pressemappe beinhaltet.

Das Tolle ist, dass wenn du deine Webseite als EPK nutzt, du keine ewig langen E-Mails mit fettem Anhang und hässlichen PDF-Dateien verschicken musst.

Es gibt haufenweise Arten, eine tolle Künstlerwebseite zu erstellen.

Um deine Seite, die für die Presse gedacht ist, von der Öffentlichkeit fernzuhalten, kannst du sie einfach mit “noindexing“, versehen, nicht auf die für deine Fans gedachte Startseite aufnehmen und eine versteckte URL wie www.yourproject.com/press benutzen.

Du darfst dann allerdings nicht vergessen, zu dieser Seite zu verlinken, wenn du dich mit deinem Projekt an die Presse wendest.

Was sollte meine EPK enthalten?

Deine elektronische Pressemappe sollte einem leicht zu verstehenden Format folgen. Diejenigen, die sich die Zeit nehmen, sie zu lesen, sollten relevante Informationen leicht finden können.

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2019/10/Do-You-Really-Need-An-EPK-3—Supporting-Image_What-should-I-put-in-my-EPK.jpg

Was eine EPK enthalten sollte:

  • Deine Musik
  • Künstlerfotos
  • Albumcover
  • Eine kurze Biografie
  • Musikvideos
  • Links zu Erwähnungen in der Presse
  • Nennenswerte Auftritte
  • Kontaktinformationen und Links zu Social Media

Da eine EPK so viele Elemente enthalten sollte, ist es häufig schwierig, sie kurz und knapp zu halten.

Damit diejenigen, die sich deine EPK anschauen, deine Musik auch wirklich verstehen, muss jeder Teil einen Zweck erfüllen.

Hier erfährst du mehr über die einzelnen Teile deiner Pressemappe:

1. Deine Musik

Deine Musik ist der wichtigste Teil deiner Pressemappe.

Es sollte einfach sein, sich deine Musik anzuhören. Jeder Track sollte direkt in deiner EPK zugänglich sein, ohne dass man zu einer anderen Seite geleitet wird.

Das kannst du mit so ziemlich jeder einbettungsfähigen Musik-Streaming-App machen.

Wenn du ein Album promotest, solltest du betonen, welche Songs die Singles sind, da sie es sind, nach denen Leute, die für Presse und Medien arbeiten, Ausschau halten.

Wenn du ein Album promotest, solltest du betonen, welche Songs die Singles sind, da sie es sind, nach denen Leute, die für Presse und Medien arbeiten, Ausschau halten.

Branchenfachleute erhalten jeden Tag massiv viele Anfragen. Dementsprechend haben sie meistens nur Zeit, sich ein oder zwei Tracks anzuhören.

Wenn du deine Pressemappe vor der offiziellen Veröffentlichung deines Tracks verschickst, solltest du dich versichern, dass die Webseite und der Stream privat sind.

2. Künstlerfotos

Hast du bereits professionelle Fotos machen lassen? Egal, in welchem Abschnitt deines Release-Prozesses du dich gerade befindest – professionelle Fotos sind ein Muss.

Künstlerfotos bieten die perfekte Möglichkeit, um deine Persönlichkeit und den Charakter deiner Arbeit zu zeigen. Die Art, wie du deiner Kunst visuell Ausdruck verleihst, ist genauso wichtig wie dein Sound.

Du musst nicht zum Model mutieren, sondern einfach kreativ sein. Engagiere jemanden oder lass dir von Freund*innen helfen, die wissen, wie man eine Kamera benutzt, und buche ein Photoshoot.

Falls du in einer Band spielst, ist ein Photoshoot immer eine gute Team-Bonding-Aktion. Außerdem liefert es euch viel Material, das ihr mit euren Followern auf euren Social-Media-Profilen teilen könnt.

3. Albumcover

Der Grund, aus dem du dich an die Presse wendest, besteht darin, Interesse für dein neues Album oder deine Single zu erwecken. Egal, welche Art von Release du promotest – du solltest stets das Album- oder Singlecover in dein EPK aufnehmen.

Versichere dich, dass du das Cover korrekt formatierst und Links zu einer Version mit hoher Auflösung (300 dpi) beifügst, damit du keine wuchtige E-Mail mit heftigem Anhang verschicken musst.

4. Deine Biografie

Deine Musik bedeutet der Welt etwas und deine Künstlerbiografie sollte diesen Umstand effektiv kommunizieren.

Du musst keinen Roman schreiben. Deine Künstlerbiografie sollte kurz und einfach zu lesen sein und der Person, die sie liest, alle Informationen liefern, die sie benötigt, um deine Musik zu verstehen.

Du solltest den Kontext zur Entstehung und der Message deines Projekts liefern und erläutern, was du mit der deiner Musik zu kommunizieren versuchst.

Versuche, bestimmte Fragen deutlich zu beantworten – z.B. Welche Gefühle vermittelt deine Musik? Woher kommt die Inspiration für dein Album? Warum ist dein Release wichtig?

Journalist*innen und Pressevertreter*innen haben nicht die Zeit, um sich tief in deine umfassende Geschichte einzuarbeiten. Stattdessen solltest du ihnen eine kurze Biografie liefern, die Neugierde weckt und Lust auf mehr macht.

5. Musikvideos

Falls du bereits ein Musikvideo produziert hast, solltest du es auf jeden Fall deiner Pressemappe beifügen. Das Produzieren eines Musikvideos ist keine einfach Aufgabe und es zeigt, dass du dich dem gesamten Prozess des modernen Künstlertums verschrieben hast.

Genau wie deine Musik auch, lässt es sich am besten direkt von deiner Pressemappe aus auf dein Musikvideo zugreifen. Mit YouTube und Vimeo zum Beispiel lassen sich Videos einfach in Webseiten einbetten.

6. Links zu Presse-Highlights

Wenn du beweisen kannst, dass andere Publikationen dein Projekt bereits erwähnt haben, zeigt das, dass du bereits ein wenig an Momentum gewinnen konntest und Aufmerksamkeit verdienst. Ein oder zwei nette Zitate aus einer vertraulichen Quelle können viel für deine Musik in Bewegung setzen.

Selbst eine kurze Erwähnung auf einem kleinen Blog kann viel bewirken, wenn es darum geht zu zeigen, dass du hart daran arbeitest, deine Musik der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Folgendes sollte u.a. in deine Pressemappe:

  • Konzertrezensionen
  • Albumrezensionen
  • Award-Nominierungen
  • Erwähnungen
  • Albumveröffentlichungen
  • Ankündigungen

Vorangegangene Erwähnungen in der Presse helfen dabei, die Leiter nach oben zu erklimmen und neue Türen zu öffnen. Zeige der Medienwelt, dass dein Projekt die Leute begeistert.

7. Nennenswerte Auftritte

Blicke zurück auf deine bisherige Karriere. Falls du dich an ein oder zwei Auftritte besonders warm erinnerst, ist es wert, sie in der Pressemappe zu erwähnen.

Blicke zurück auf deine bisherige Karriere. Falls du dich an ein oder zwei Auftritte besonders warm erinnerst, ist es wert, sie in der Pressemappe zu erwähnen.

Du solltest es nicht übertreiben, aber eine Liste der hochrangigsten Auftritte ist eine nette Ergänzung der Pressemappe.

Wenn du bereits Vorband für eine bekannte Band oder Headliner eines kleinen Musikfestivals warst, solltest du das auf jeden Fall erwähnen, sodass Pressevertreter*innen und Branchenfachleute wissen, wie weit fortgeschritten deine Karriere bereits ist und in welchen Kreisen du am beliebtesten bist.

8. Kontaktinformationen und Social-Media-Profile

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2019/10/Do-You-Really-Need-An-EPK4—Supporting-Image_How-to-email-your-press-kit.jpg

Zu guter Letzt solltest du, wenn jemand daran interessiert ist, über dein Projekt zu schreiben, stets alle relevanten Kontaktinformationen bereitstellen, sodass dich die Person ohne Schwierigkeiten kontaktieren kann. Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Links zu deinen Social-Media-Profilen sind ein Muss.

Beispiele, von denen du dich inspirieren lassen kannst

Wenn man überhaupt keine Ideen hat, ist es schier unmöglich, eine gute Pressemappe zu erstellen. Hier sind ein paar Künstlerwebseiten, die unserer Meinung nach ziemlich gute Arbeit auf diesem Gebiet geleistet haben.

Diese Webseiten bieten Pressevertreter*innen alles, was sie brauchen, darunter Biografie, Kontaktinformationen, ein Info-Bereich und Musikvideos.

Doch hauptsächlich sind sie simpel und einfach zu verstehen.

Dein EPK sorgt dafür, dass es sich leicht mit dir zusammenarbeiten lässt

Eine elektronische Pressemappe ist ein unumgängliches Tool, mit dem du alle wichtigen Details, die die Presse benötigt, in Reih und Glied bringst. Es kann jedoch keine Beziehungen in der echten Welt ersetzen.

Der beste Weg, dein Projekt in den Fokus von Presse und Medien zu rücken, besteht darin, dein Gesicht in der Öffentlichkeit zu zeigen, Konzerte zu geben und Leute aus der Branche zu treffen.

Deine elektronische Pressemappe an sich vergrößert nicht die Anzahl deiner Follower – dazu brauchst du zuerst gute Musik. Dein EPK sorgt jedoch dafür, dass es sich leicht mit dir zusammenarbeiten lässt.

Tu das, was du liebst – Musik machen und spielen. Wenn du wirklich leidenschaftlich dabei bist, wird das für Gesprächsstoff sorgen und die Medien können dich nicht lange ignorieren.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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