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Inspiration

Wie man Bewunderung in Inspiration verwandelt

Wie man Bewunderung in Inspiration verwandelt

Wenn es darum geht, großartige Musik zu machen, sind Geschmack und Wertschätzung guter Musik absolut unentbehrlich.

Was du dir anhörst, wird nicht automatisch zu dem, was du als Musiker*in machst, doch es hat auf jeden Fall einen immensen Einfluss.

Egal ob du Probleme damit hast, kreative Blockaden beim Songwriting, Beatmaking oder Musikproduktion zu überwinden, oder es an anderer Stelle brennt – es gibt immer die tolle Gelegenheit, deine Bewunderung für die Musik Anderer in kreativen Antrieb zu verwandeln.

Und so stellst du’s an.

1. Lerne, Bewunderung und Imitation zu trennen

Es mag dir zwar nicht immer so vorkommen, doch die Musik, die du kreierst, ist immer von der Musik anderer Musiker*innen beeinflusst.

Deine Lieblingssongs wurden von wiederum anderer Musik beeinflusst, die sich die Musiker*innen, die du verehrst, früher gerne angehört haben.

Eines der besten Dinge, die du für deine eigen Kreativität tun kannst, ist, dir darüber bewusst zu werden, was genau dir an der Musik von anderen Musiker*innen gefällt oder nicht gefällt.

Manche Musiker*innen verwechseln Bewunderung mit Imitation, was am Ende zu massiven Problemen führt.

Bewunderung liefert dir wertvolle Inspiration, mit Hilfe derer du deinen eigenen musikalischen Statements Form verleihen kannst.

Imitation macht deine Einzigartigkeit null und nichtig. Sie führt zu nichts Anderem als einer Kopie der Ideen anderer Musiker*innen.

Zwischen Bewunderung und Nachahmung verläuft ein schmaler Grad. Doch es ist unerlässlich, dass du den Unterschied zwischend deinen eigenen Ideen und der Arbeit Anderer kennst.

Zwischen Bewunderung und Nachahmung verläuft ein schmaler Grad. Doch es ist unerlässlich, dass du den Unterschied zwischend deinen eigenen Ideen und der Arbeit Anderer kennst.

Die Melodien, Beats, Instrumentation und Songtexte einer anderen Person exakt zu reproduzieren, fällt unter die Kategorie Imitation. Musikalische Bewunderung bedeutet, dass du dich von der Arbeit anderer Musiker*innen zur Kreativität und Innovation für deine eigenen Musik inspirieren lässt.

2. Identifiziere, was genau dich an der Musik einer anderen Person so bewegt

Genau zu definieren, was dir an der Musik einer anderen Person so gut (oder gar nicht) gefällt, hilft immens dabei, deinen Geschmack zu schärfen und gleichzeitig deiner eigenen Musik Form zu verleihen. Du liebst die Musik einer anderen Musikerin/eines anderen Musikers, weißt aber nicht, was genau es ist, das dich so fesselt?

Um Bewunderung in fruchtbare kreative Inspiration zu verwandeln, solltest du diese Frage so genau wie möglich beantworten.

Wenn du dir Musik anhörst, ist sie das fertige Produkt von etwas, das viele definierende Merkmale besitzt. Es ist deine Aufgabe, genau hinzuhören und herauszufinden, was genau sich in der Musik, die du so toll findest, abspielt.

Alles, von der Art und Weise, wie eine Person singt und ihr Instrument spielt, bis hin zu wie sie die Arbeit produziert und mit Effekten bearbeitet, formt die Musik.

Indem du aufmerksam und kritisch zuhörst, lernst du, deinen Geschmack genauer zu definieren, und bekommst eine Idee dafür, in welche Richtung du deine eigene Musik entwickeln willst.

Indem du aufmerksam und kritisch zuhörst, lernst du, deinen Geschmack genauer zu definieren, und bekommst eine Idee dafür, in welche Richtung du deine eigene Musik entwickeln willst.

Diese Übung hilft dir nicht nur dabei, tief in Musik einzutauchen und in Erfahrung zu bringen, was genau du an ihr liebst, sondern auch dabei zu verstehen, was dir nicht gefällt.

Indem du dir Musik, die dir nicht gefällt, kritisch anhörst und ihre zentralen Merkmale identifizierst, kannst du dir ein Bewusstsein dafür schaffen, wenn du selbst ähnliche Entscheidungen beim Produzieren triffst.

3. Verwandle deine Bewunderung in fruchtbare Inspiration

Musikalische Bewunderung trägt Früchte, wenn du dich in deiner eigenen Kreativität von dem, was du horst, leiten lässt.

Du kannst das, was du hörst, als Sprungbrett für deine eigene Musik benutzen, oder bestimmte Strategien und Verfahren identifizieren, die andere Musiker*innen in ihrer Arbeit verwenden und die du selbst ausprobieren kannst.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man die Ideen anderer Musiker*innen als die seinigen ausgibt. Wenn du etwas Bestimmtes an der Musik einer anderen Person toll findest, solltest du in Erfahrung bringen, wie und warum sie es angestellt haben, und versuchen, etwas Anderes zu erschaffen, das jedoch genauso wirkungsvoll ist.

Um musikalische Bewunderung in Taten umzusetzen, solltest du folgende Tipps ausprobieren:

Probiere verschiedene Produktionsverfahren, Instrumentationen und Arrangement-Stile aus

Sobald du bestimmte Dinge identifiziert hast, die dich an der Arbeit einer anderen Person faszinieren, kannst du versuchen, diese in deinen eigenen Schaffensprozess zu integrieren.

Egal, ob es sich dabei um ein spezielles Hall-Plugin oder eine Kombination aus Instrumenten handelt, du kannst deine Arbeit stets durch ein Verfahren, das Andere anwenden und das dir gefällt, bereichern.

Experimentiere mit einer existierenden musikalischen Idee, die du als Ausgangspunkt für dein Songwriting nimmst

Eine Melodie, eine Akkordfolge oder ein Beat, der bereits existiert, kann als Inspiration für etwas Neues dienen.

Eine Melodie, eine Akkordfolge oder ein Beat, der bereits existiert, kann als Inspiration für etwas Neues dienen.

Mit Hilfe dieser Übung kannst du ein besseres Verständnis für die Arbeit der Musiker*innen entwickeln, die du bewunderst, oder deine Kreativität in eine bestimmte Richtung lenken.

Falls du irgendwann mal nicht weißt, was für Musik oder wie du sie machen sollst (wir waren alle schon mal an dem Punkt), hilft dir diese Übung dabei, dich nach vorne zu bewegen.

Verschaffe dir ein besseres Verständnis für die Emotionen, die hinter der Musik stecken, die du liebst, und finde eine Entsprechung in deiner eigenen Musik

Kennst du einen Cover-Song, der einfach nicht so richtig funktioniert? Das könnte daran liegen, dass die Person, die den Song geschrieben hat, eine gewisse emotionale Rohheit hat, an die die Person, die den Song covert, einfach nicht herankommt.

Um Musik voll und ganz verstehen und wertschätzen zu können, musst du dich in die Person, die sie geschrieben hat, hineinversetzen. Dabei hilft es zu wissen, in welchem Gemüts- und Gefühlszustand sie sich befunden hat, als sie die Musik geschrieben hat.

Dadurch stellst du nicht nur eine Verbindung mit dem Gefühlszustand anderer Musiker*innen her, sondern auch mit deinem eigenen.

Bewunderung = Inspiration

Inspiration ist überall, doch es liegt an dir, sie zu erschließen und zu nutzen. Falls es dir schwer fällt, inspiriert zu bleiben und auf authentische Weise Musik zu schreiben, solltest du dich tief in die Musik, die du liebst, einarbeiten. Nutze diese Liebe, um deinen eigenen Prozess anzukurbeln.

Wenn du mehr über deine Lieblings-Musiker*innen in Erfahrung bringst, wirst du schnell feststellen, dass sie alle Inspiration aus Musiker*innen geschöpft haben, die vor ihnen kamen.

Indem du deinen Geschmack schärfst und deine Bewunderung für die Musik Anderer nutzt, um deiner eigenen Musik Form zu verleihen, versorgst du deine Arbeit mit Richtung, Energie und Inspiration.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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