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Wie du deine DJ-Sets korrekt aufnimmst

Wie du deine DJ-Sets korrekt aufnimmst

Zu Zeiten des Streamings ist der DJ-Mix der große Gewinner.

Viele Leute hören sich gar keine Songs mehr an – stattdessen stehen Mixe, Radiosendungen oder Playlists auf der Tagesliste. Die Zeiten des individuellen Songs sind vorbei.

Heutzutage dreht sich alles um kontinuierliche Wiedergabe. Doch damit meine ich nicht nur Playlist-Algorithmen wie auf Spotify und Pandora.

Ich erkläre das mal…

Mixe sind wieder wichtig

Ich höre mir viel lieber eine handverlesene Auswahl aus zusammengestellter Musik an als eine ‘empfohlene Playlist’. Du auch?

5 Minuten auf SoundCloud machen alles deutlich. Aufgenommene Live-Sets sind überall.

Fortschritte auf dem Gebiet der DJ-Software, Aufnahme-Technologie und Online-Plattformen haben den DJ-Mix zum König der Online-Musik gekürt. Und er ist stark gefragt.

Genau aus diesem Grund erfährt Radio gerade ein so großes Comeback.

DIY-Online-Sender wie NTS, Berlin Community RadioN10.as und Boiler Room sind aus der Nachfrage für handverlesene aufgenommene Mixe entstanden.

Und sie erhalten monatlich Millionen von Plays.

Hörer*innen wollen kontinuierliche Wiedergabe

Es gibt nur einen einzigen Weg, Teil der DJ-Mix-Wiederauferstehung zu werden: Nimm alle deine Mixe auf und teile sie.

Doch es ist nicht immer einfach, Mixe aufzunehmen. Es gibt viel dabei zu beachten. Wie kontrolliere ich das Signal? Was sind die richtigen Pegel? Wie poliere ich meinen Sound, bevor ich den Mix hochlade?

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Doch es ist nicht immer einfach, Mixe aufzunehmen. Es gibt viel dabei zu beachten. Wie kontrolliere ich das Signal? Was sind die richtigen Pegel? Wie poliere ich meinen Sound, bevor ich den Mix hochlade?

Keine Sorge, ich werde mit diesem simplen Leitfaden deine Fragen beantworten, um dir dabei zu helfen, deine DJ-Sets wie ein Profi aufzunehmen, sodass du sie alle hochladen und mit deinen Follower*innen teilen kannst.

Warum du deine DJ-Sets aufnehmen und teilen solltest

Es gibt haufenweise Gründe dafür, deine DJ-Sets aufzunehmen. Hier nur einige von ihnen, die jedoch besonders ins Gewicht fallen.

  • Dir entgeht ein riesiges Publikum

Live kannst du so richtig viel Begeisterung erzeugen.

Doch wie folgen dir die Leute nach der Party, wenn es nichts gibt, was sie sich online anhören können?

Indem du deine Mixe online zur Verfügung stellst, kannst du ein noch viel größeres Publikum erreichen.

Wenn du deine Sets nicht aufnimmst, ist dein Publikum immer nur so groß wie im Club.

  • Du verbesserst deine DJing-Skills

Der beste Weg, beim Mischen besser zu werden, besteht darin, deine Fehler zu korrigieren. D.h. du musst herausfinden, was funktioniert hat und was nicht.

Der einzige Weg, das herauszufinden, besteht darin, deine Sets aufzunehmen und sie dir anzuhören. So kannst du deine Fehler identifizieren und beim nächsten Mal vermeiden.

Falls du weißt, wie du deine Musik richtig promotest, dann hast du bereits eine Pressemappe. Falls nicht, musst sich das ändern.

Aufgenommene DJ-Sets dürfen in der Pressemappe von DJs, die gebucht oder ein Label finden wollen, nicht fehlen.

Das Erste, was sich Promoter*innen und Organisator*innen von Festivals beim Buchen anschauen, sind Sets von potentiellen Acts.

Falls online nichts von dir zu finden ist, können deine Sets nie zur richtigen Zeit auf die richtigen Ohren treffen.

Wie du deine Sets richtig aufnimmst

Der erste Schritt beim Aufnehmen deiner Sets besteht darin zu definieren, welches Equipment du benutzen wirst.

Benutzt du Turntables mit Serato? Benutzt du einen Controller mit Traktor? Mischst du mit Platten? Oder machst du alles am Computer?

Bevor du loslegst, solltest du genau wissen, wie dein Setup aussehen wird. So kannst du das Aufnahme-Setup korrekt konzipieren.


Du weißt also, wie du mischen wirst? Gut, dann geht’s weiter.

Womit du dein Set aufnehmen kannst

Es gibt mehrere Tools, mit denen du deinen Mix aufnehmen kannst. Doch die drei beliebtesten Optionen sind folgende: ein externes Aufnahmegerät, direkt in deinen Computer oder intern mit der Mixing-Software deiner Wahl.

  • Das externe Aufnahmegerät

Was externe Aufnahmegeräte angeht, empfehle ich den Zoom H4N oder den TASCAM DR-05. Beide leisten tolle Arbeit, den Unterschied macht lediglich dein Budget.

Unterschiedliche Aufnahmegeräte können unterschiedlich viel Input-Signal handhaben. Je nachdem wie dein Setup aussieht, brauchst du eventuell ein Dämpfungsglied für bestimmte In-Line-Aufnahmen.

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Tragbare Aufnahmegeräte sind einfach zu benutzen. Die meisten speichern dein Set direkt auf eine SD-Karte, wodurch du es super leicht auf deinen Computer ziehen kannst, um es zu mastern.

Ein gutes tragbares Aufnahmegeräte kostet zwischen 80-200€.

  • Aufnahme-Software

Du kannst dein Set mit einer DAW- oder Aufnahme-Software auch direkt in deinem Computer aufnehmen.

Ein paar neuere Mixer und Controller verfügen über USB-Ausgänge. Doch im Allgemeinen brauchst du ein Audio-Interface, wenn du über einen Controller etwas in deinen Computer aufnehmen willst.

Ich empfehle das Presonus AudioBox iOne. Es ist erschwinglich und hochwertig. Es liefert dir alles, was du für die Aufnahme deiner DJ-Mixe brauchst.

  • In deiner Mixing-Software

Die dritte Option besteht darin, innerhalb deiner DJ-Software aufzunehmen. Serato DJ und Traktor Pro 2 machen die interne Aufnahme super einfach und brauchen nicht viel Vorlauf.

Direkt innerhalb deiner DJ-Software aufzunehmen, ist der einfachste Weg, eine schnelle Aufnahme deines Sets zu erstellen.

Ok, du hast dich für ein Aufnahme-Setup entschieden? Super. Dann nehmen wir mal was auf!

Dein Set aufnehmen

Wenn du deinen Mix richtig aufnimmst, wird er am Ende zu leise klingen. Verwirrt? Ich erkläre das mal.

Falls du einen Mixer oder Controller benutzt, solltest du auf diesem einen ‘Record Out’-Anschluss finden. Dieser ist normalerweise mit RCA-Kabeln kompatibel. Wie in diesem Bild:

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Dieser ‘Record Out’-Anschluss liefert dir ein stabiles Signal, das von der Lautstärke deines Masters unabhängig ist. Der Master-Ausgang geht zu den Monitoren oder dem Soundsystem eines Live-Settings.

Die Aufnahme handhaben

Die Aufnahme über den ‘Record Out’-Anschluss ermöglicht es dir, die Master-Lautstärke deines Sets zu pushen, um Energie zu erzeugen.

Und das alles ohne Clipping.

Es sind die Pegel vom ‘Record Out’-Anschluss, die du bei der Aufnahme im Auge behalten musst. Sie sollten sich auf keinem Fall dem roten Bereich nähern.

Falls du ein Audio-Interface, ein externes Aufnahmegerät wie den H4 oder eine Aufnahme-Software auf deinem Computer benutzt, musst du sicherstellen, dass die Pegel, die du aufnimmst, haufenweise Headroom haben.

Das Gleiche gilt für deine DJ-Software. Die Aufnahme-Pegel in deiner DJ-Software sollten ausreichend Headroom lassen.

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Heißer Tipp: Lasse nicht zu viel Headroom, sondern finde ein gutes Gleichgewicht. Falls du zu leise aufnimmst, kann es passieren, dass das Grundrauschen deiner RCA beim Mastering verstärkt wird.

Meine Aufnahme ist zu leise. Wie repariere ich das?

Wenn du dir die Aufnahme deines DJ-Sets spater anhörst, sollte sie viel zu leise klingen.

Keine Sorge, falls sich das Set zu leise anhört, so ist es genau richtig.

Denn hier kommt das Mastering ins Spiel. Alle aufgenommenen Mixe müssen vor der Veröffentlichung gemastert werden.

Doch dauert es nicht ewig, ein Set mastern zu lassen? Keine Sorge.

LANDR mastert deine Sets in nur wenigen Minuten. Sie liefert dir glasklare Lautstärke und einheitlichen Sound.

Hier zahlt sich der Headroom, den du gelassen hast, aus.

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Bühne frei für deinen Mix

DJ-Mixe sind gut für dich UND deine Fans.

Die ewige Jagd nach neuer Musik hilft dir dabei, neue Einflüsse zu finden, neue Musiker*innen zu entdecken und neue Verfahren zu lernen.

Und auch deine Hörer*innen profitieren davon, dass du deine Mixe online verfügbar machst, da sie so deine musikalischen Einflüsse und deine künstlerische Identität besser verstehen können.

Sie eignen sich prima für deine Pressemappe, zur Self-Promotion und Bewerbungen für Gigs.

Doch vor allem stellen sie Orte dar, an denen gute Musik gemacht und in einen neuen Kontext gebracht werden kann.

Dementsprechend solltest du deine Mixe korrekt aufnehmen, sie teilen, mit deinen Fans in Verbindung bleiben und dich als Musiker*in weiterentwickeln.

Vielen Dank an Gone Deville für seine Hilfe mit diesem Leitfaden. Schaue auf seinem SoundCloud– und Bandcamp-Profil vorbei.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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