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7 flinke Tipps für das kreative Bearbeiten von Drum-Samplen

7 flinke Tipps für das kreative Bearbeiten von Drum-Samplen

Drum Breaks verfügen über immenses kreatives Potential. Du musst es nur nutzen.

Du kannst so ziemlich alles sampeln: eine quietschende Tür, einen tropfenden Wasserhahn, bellende Hunde oder einen heißen Drum-Loop.

Das Klang-Potential, das darin steckt, ist schier unendlich. Aber wenn du deine Samples erst einmal hast, wie nutzt du sie dann, um einen Track zu kreieren?

Da gibt es Unmengen an Möglichkeiten. Dank der heutigen DAW-Programme kannst du alles machen. Dabei ist es schwierig zu wissen, wo man überhaupt anfangen soll.

Daher hier 7 simple und kreative Arten, deine Drum-Samples du bearbeiten.

Kostenlose Loops sind die besten Loops

AAlle in diesem Post verwendeten Beispiele basieren auf dem Drum-Loop aus HuSos #pandemic, einem der vielen kostenlosen Sample-Packs von Wavy.audio.

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Du kannst dir also ohne Probleme denselben Loop herunterladen und alles mitmachen, während du den Post liest.

Ok, dann legen wir mal los!

1. Erstelle einzelne Hits, die du leicht arrangieren kannst

Durch Chopping kannst du dein Sample Sample so bearbeiten, dass es vielfältiger einsetzbar ist. In diesem Beispiel habe ich einen simplen Drum Break in ein paar Hits (Trommelschläge) zerteilt.

Es gibt verschiedene Arten, einen Drum-Loop in einer DAW zu choppen. Einer davon besteht darin, einfach jenen Teil der Wellenform zu markieren, den man mag, und ihn dann in eine neue Spur einzufügen.

Nachdem du einzelne Hits wie Snare, Kick oder Hi-Hat ausgewählt hast, kannst du ein komplett neues Muster erstellen.

Hier der ursprüngliche Drum-Loop:

Hier die Hits, die ich herausgeschnitten habe:

Und hier ein simples Muster, das ich aus den Hits zusammengestellt habe:

Kleiner Tipp: Es ist wichtig, die Start- und Endpunkte deiner Chops sauber zu setzen, um zu verhindern, dass es zu unerwünschtem Klicken im Mix kommt.

2. Bearbeiten und zu eigen machen

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Dann bearbeiten wir diesen Loop mal kräftig. Im Herumprobieren liegt der Schlüssel zu deinem individuellen Sound.

Ich habe ein Verzerrer-Plugin benutzt, um die unteren Frequenzen eines 12-taktigen Loops aus unserem ursprünglichen Drum Break ein bisschen dreckiger klingen zu lassen.

Auch wenn du Drums auf deiner Aufnahme nicht selbst gespielt hast – mach sie dir durch deinen eigenen kreativen Prozess zu eigen.

Hier der ursprüngliche Loop:

Und hier mit dem Verzerrer-Plugin:

Ziemlich wild.

3. Spiel es rückwärts ab

Wie hört man sich etwas mal auf ganz andere Art und Weise an? Ganz einfach. Indem man es rückwärts abspielt.

Indem man Hits aus einem rückwärts abgespielten Loop extrahiert, kann man neue und einzigartige Klänge erzeugen. Perkussive Klänge wie Becken oder Hi-Hats können, wenn sie rückwärts abgespielt werden, einen netten ‘Woosh’-Effekt erzeugen.

Hier der ursprüngliche Loop, zunächst vorwärts und dann rückwärts abgespielt:

 

4. Mache aus einem Hit einen Synthesizer

Nachdem ich ein paar Hits aus einem ursprünglichen Drum-Loop extrahiert habe, lasse ich einen davon durch mein bevorzugtes Plugin laufen und spiele ein bisschen mit ihm herum, um einen neuen Ton zu kreieren.

Eine Snare musst nicht nur eine Snare sein. Sie kann so viel mehr…

Ich habe das ​Sampler-Tool von Bitwig und ein wenig Hall eingesetzt, um alles ein bisschen zu verändern. Du kannst jedoch natürlich auch jedes andere Sampler-Plugin benutzen.

5. Kreiere Verzerrung, indem du das Sample stretchst

Häufig stretcht oder warpt man ein Sample, wenn man einen Drum Break in eine Spur einpassen will.

Wenn du ein Sample herunterlädtst und dessen Tempo zum Rest des Tracks passt, dann zerbrich dir nicht den Kopf, sondern stretche es einfach.

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Das kannst du nach gutdünken machen, allerdings verzerrt der Loop irgendwann, wenn du ihn zu sehr stretchst.

Es kann sich ganz cool anhören, wenn man ein Sample zu sehr stretcht. Probiere es einfach aus und wandle die Grenzen, die einem das digitale Medium auferlegt, in Stärken um.

Dadurch erhältst du einen komplett neuen Sound, auf dem du aufbauen kannst. Choppe die Verzerrung dann so, wie du es möchtest.

6. Verleihe deinem Loop ein wenig Ambience

Pitching verleiht deinen Samples noch mehr Tiefe. Wenn du eine nette, vielschichtige Stimmung im Hintergrund deines Tracks kreieren willst, kannst du einfach einen Hit stretchen und ihn mit ein wenig Delay und Hall versehen.

So erhältst du ein paar Klänge, mit denen du eine Textur erstellen kannst.

Und du musst noch nicht einmal einen sauberen Hit benutzten. Wenn du den Raum zwischen zwei Hits pitchst oder die Hallfahnen eines Hits stretchst, kann das auch ziemlich coole Ergebnisse liefern.

7. Belasse das Sample exakt so, wie es ist

Nur weil du ein Sample benutzt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht im Zentrum stehen kann. Manchmal funktioniert ein Sample einfach am besten als Lead.

Egal ob es sich um Vocals, Synthesizer oder Drums handelt, lass dich von Anfang an von den Samples leiten.

Manchmal hört man ein Sample und schon arrangieren sich die restlichen Parts ganz von alleine. Lass dich einfach treiben.

In diesem Beispiel steht das Drum-Loop im Zentrum, alle anderen Parts habe ich drum herum gebaut, inklusive einem Bass Pad und ein paar Synth Stabs.

Hier nochmal der ursprüngliche Loop:

Und hier der Loop mit ein paar Ergänzungen:

Die Unendlichkeit der Samples

Mit Samples kannst du absolut alles machen. Du kannst dich am Anfang an den hier aufgeführten Tipps orientieren, solltest jedoch so viel wie möglich auf eigene Faust ausprobieren. Stell dir Samples wie die Farben auf deiner Malerpalette vor: Was du mit ihnen erschaffst, steht dir voll und ganz frei.

Jetzt da du ein paar mehr kreative Anwendungsweisen für Sample-Packs kennst, wird es Zeit, sie auf deine Projekte anzuwenden.

Lass dich von kreativem Sampling inspirieren.