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5 Musikvideos, die auf perfekte Weise erklären, wie Musik funktioniert

5 Musikvideos, die auf perfekte Weise erklären, wie Musik funktioniert

Musik hören. Musik sehen. Musik kennen.

Wenn man dabei ist zu lernen, wie man Musik macht, geht es dabei mindestens genauso viel ums Sehen wie ums Hören. Zum Beispiel:

Du nutzt andauernd ADSR-Envelopes, das ist mittlerweile schon fast automatisch. Doch als du gelernt hast, wie ein Envelope funktioniert, musstest du dir das Ganze wahrscheinlich erst ansehen, bevor du es dir angehört hast, richtig?

Und genau dieser Aspekt macht die hier aufgeführten Musikvideos so faszinierend UND unterhaltsam zugleich.

Von Pop-Hymnen bis hin zu langweiligen DAWs geht es in all diesen Videos um das Thema Musik, und sie erklären, was sich da genau abspielt…

Marianas Trench – Pop 101

Wir alle haben dann und wann einen Ohrwurm, ob wir ihn mögen oder nicht. So wie der, den du dir beim Einkaufen letzte Woche eingefangen hast und seitdem nicht mehr loswirst.

Sie können sich anfühlen wie ein nerviger Stein im Schuh oder wie eine musikalische Rettungsdecke, die du in bitteren Zeiten summst.

Doch egal wie du diesen sich häufig sehr ähnelnden Pop-Hymnen gegenüberstehst, es ist nicht schwer zu erkennen, dass sie nicht nur eine Kunstform sondern eine Kunstformel sind, die zu gleichen Teilen aus Wissenschaft und Sound besteht.

Hast du dich jemals gefragt, wie’s funktioniert? Deine Suche hat ein Ende. Pop 101 von Marianas Trench verrät dir alle Pop-Tricks, wie sie im Buche stehen… in einem Pop-Song über Pop-Songs.

Für all jene, die einen Blick hinter die Kulissen des Pop werfen wollen, werden alle Klischees geboten, von “Baby” bis hin zu “Bringing the beat back”.

Deprimierend? Vielleicht. Unheimlich? Vielleicht. Ohrwurm? Auf jeden Fall.

The Chemical Brothers – Star Guitar

Auf den ersten Blick kommt einem Michel Gondrys Video für Star Guitar von den Chemical Brothers unfassbar langweilig vor: monotone Landschaften, die vor dem Fenster eines fahrenden Zuges vorbeirauschen.

Doch schau – und hör – mal genauer hin…

Was du da siehst, ist das Zugfahrt-Equivalent der Arrangement-Ansicht in deiner DAW.

Doch statt einer MIDI-Note bekommst du für die Claps einen Lichtmast. Statt einer Wellenform bekommst du für die Kick ein kleines, rundes Gebäude. Statt einer Arpeggiator-Linie siehst du Schornsteine in der Ferne und so weiter… Gondry hat sogar jedes einzelne Element des Songs gezeichnet, um das Arrangement zum Leben zu erwecken.

Tatsächlich ist dieses Video mehr als einfach nur clever und angenehm. Im Grunde ist es eine wirkungsvolle Erinnerung daran, sich nicht in den stumpfen, grauen DAW-Spuren zu verlieren.

DAW-Ansichten können deinen Tracks ihre narrativen und poetischen Elemente nehmen. Stelle dir daher deinen Song als eine Zugfahrt (oder etwas Anderes, was für dich Sinne ergibt) vor. So sorgst du dafür, dass deine Tracks menschlich und interessant bleiben.

Daft Punk – Around The World

Und ganz so, als ob eine Zugfahrt nicht genug wäre, hat Gondry im absoluten Kult-Video für Around The World von Daft Punk im Hinblick auf das Arrangement-Motiv noch einen draufgelegt.

Nur dass wir hier dieses Mal groovende Körper statt rostiger Lichtmasten und Schornsteine finden.

Jedes Element des Songs bekommt seine eigene Tanztruppe.

Die Unterwasser-Bassline wird durch Breakdancer in Trainingsanzügen repräsentiert. Die fallenden Synthesizer werden zu Synchronschwimmern. Und der Vocoder-Gesang schleicht als retro-futuristische Roboter durch die Gegend.

Dieses Video ist nicht nur eine spaßige Tanzveranstaltung, sondern erinnert uns auch daran, dass der Großteil der Musik dazu gedacht ist, Bewegung zu erschaffen. Und jeder einzelne Teil hat seine ganz eigene Verantwortung, wenn es darum geht, die Körper in Bewegung zu bringen.

Frage dich daher das nächste Mal, wenn du eine Bassline schreibst: “Soll sie schleichen? Oder soll sie wackeln?” Diese wichtigen Entscheidungen übersehen wir häufig!

Wiley – Numbers in Action

In Rap und Grime ist es häufig einfach, sich einfach NUR auf den Beat oder einfach NUR auf den Beat oder NUR auf die Reime zu konzentrieren.

Doch das Video für Numbers in Action von Wiley – erschaffen von Us - sorgt dafür, dass du dich die gesamte Zeit auf beides, Beat und Reim, konzentrierst.

Die Beat-Elemente werden durch eine Armee aus Wileys, ein paar hüpfende Bälle und ein paar strategisch auf dem Boden angeordnete Linien visualisiert, wodurch es einem einfach gemacht wird, die Beziehung zwischen Beat und Lyrics zu sehen (und zu hören).

Es gibt sogar Karten, die einem mitteilen, wenn ein neuer Abschnitt beginnt! Das Ganze ist sozusagen ein eingängiges kleines Lehrbuch darüber, wie man einen starken Song schreibt.

Und ich muss zugeben, obwohl das Video dabei hilft, den GESAMTEN Song zu visualisieren, finde ich die hüpfenden Bälle, die die Toms darstellen, besonders hypnotisierend…

Imaginaria – 13 More Bells and Whistles

Du benutzt bestimmt VST-Plugins, um stets Zugriff auf hunderte von Synthesizer-Sounds zu haben. Das Komponieren kann daher schon mal etwas bizarr werden, wenn du so richtig abgefahrene Synthesizer-Sounds erzeugst.

Daher muss man sich manchmal selber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, um sich vor Augen (und Ohren) zu führen, welche Instrumente man eigentlich genau versucht zu synthetisieren.

Braucht mein Track eine Marimba? Oder brauche ich zehn Synthesizer, die wie ein Raumschiff klingen, das auf einem Eisberg landet?

Und genau deshalb ist diese Animation von Short Circutz so wunderbar tröstend. Sie erinnert dich daran, dass, falls du eine simple Glocke, eine Orgel oder ein Drum-Kit brauchst, alles nur einen Synthesizer entfernt ist.

Natürlich ist der Synthesizer auch dein bester Freund, wenn du eine blubbernde Wassermelonen-Bassline brauchst, oder eine Lead, die klingt wie ein pinker Laserpointer…

Gute Ohren beginnen bei guten Augen

Diese Musikvideos sind perfekte Beispiele dafür, dass es genauso hilfreich ist, Musik zu sehen, wie sie zu hören.

Wenn du das nächste Mal mit einem Track nicht weiterkommst, kannst du es damit versuchen, ihn zu visualisieren, um die Blockade zu überwinden.

Dabei kannst du komplex vorgehen, indem du ein Diagramm deines Songs zeichnest, oder ganz simpel, indem zu dem, was du bereits hast, tanzt, um den nächsten Teil hervorzulocken.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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