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Was ist DAW-Swing? Wie du einen besseren Groove findest

Was ist DAW-Swing? Wie du einen besseren Groove findest

Keine*r hat Lust, sich wie ein musikschaffender Roboter zu fühlen.

Ich arbeite gerne mit Maschinen, insbesondere wenn ich Beats baue. Doch dabei gibt es einen großen Nachteil.

Ausschließlich digital produzierte Tracks können sich schnell leblos, rigide und steif anhören, weil sie bis zum Erbrechen quantisiert wurden. Sie klingen fast schon zu perfekt.

Es wird Zeit, der Musikproduktion mehr Menschlichkeit zu verleihen. Und so stellst du’s an:

Mehr Groove für mehr Lebhaftigkeit

Swing – manchmal auch Groove oder Shuffle genannt – nennt man winzige Delays, die den Schlägen eines Beats hinzugefügt werden.

Dadurch wird der natürliche Sound eines “echten” Schlagzeugs nachgeahmt. Drums bestimmen für gewöhnlich den allgemeinen Groove eines Tracks. Deswegen sind Schlagzeuger*innen so cool.

Die meisten DAWs verfügen über Swing-Funktionen, mit deren Hilfe du deinen Beats ihren Groove zurückgeben kannst.

Bis zum Erbrechen quantisiert

So klingt mein Beat ohne Swing:



Wie du hörst, ist er ein bisschen steif. Zeit, dieses Problem zu beheben.

Der organische Touch

In diesem Beispiel benutze ich einen einfachen Drum-Loop, um dir zu zeigen, wie Swing funktioniert. Doch du solltest Swing auch für die anderen Teile deines Tracks benutzen.

Auch wenn die Einzelheiten von DAW zu DAW unterschiedlich sind, ist das Grundkonzept das gleiche.

So funktioniert’s in Ableton:

  1. Mache den Teil deines Tracks ausfindig, den du mit Swing versorgen willst.
  2. Wähle in der der Leiste ‘Swing und Groove’ die Art von Swing aus, mit der du experimentieren willst. In diesem Beispiel benutze ich den MPC 8 Swing-75.

Swing_menu

  1. Ziehe den gewünschten Swing in die Groove-Rinne in deinem Clip.
  2. Hör dir die Vorschauen des Swings an, bis du einen findest, der dir gefällt.
  3. Klicke auf “Commit” (festlegen), wenn er am besten klingt. Dadurch wird der Groove dauerhaft auf deinen Track angewandt.
swing_commit

Verschreibe dich deinem besten Sound

Nachdem du auf “Commit” (festlegen) geklickt hast, wird sich dein Drum-Muster dem Swing entsprechend verschieben. Hier siehst du, wie sich die Schläge dem Swing entsprechend verschoben haben:

swing_before+after_600

Das Ergebnis

Hier ist der gleiche Drum-Loop mit Swing:

Es stellt sich ein toller verschobener Effekt ein, der den Loop belebt. Die steife Synkopierung ist verschwunden.

Inwiefern Swing für deinen Track funktioniert, hängt von der Situation ab. Experimentiere mit allen DAW-Presets in deinem Mix, um den Groove zu finden, der am besten zu deinem Track passt.

Experimentiere mit deinem Groove

Meistens schichte ich die Original-Spur mit der Swing-Spur. So bekommst du die Vorteile von beiden Rhythmen. Und so klingt das dann:

Die geschichteten Muster erzeugen einen interessanten Effekt, der zu gleichen Teilen Mensch und Maschine ist.

Was Swing angeht, gibt es keine festgelegten Regeln. Doch wenn du deinem Track mehr Leben einhauchen möchtest, ist Swing die beste Anlaufstelle.

Du solltest Swing daher wann immer möglich einsetzen und deinen Song so zum Leben erwecken.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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