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7 Dinge, die du im Studio nicht brauchst

7 Dinge, die du im Studio nicht brauchst

Es passiert gerne mal, dass man sich zu sehr darauf fokussiert, mit welcher Art von Equipment man sein Setup erweitern könnte.

Audio-Interfaces, Kopfhörer und VST-Plugins fallen einem da zum Beispiel ein.

Doch wir machen uns viel zu wenig Gedanken darum, welche Dinge wir nicht brauchen.

Hier sind 7 Dinge, die du vielleicht gerne hättest (oder schon hast!), allerdings nicht wirklich brauchst.

1. Billige Tonbandgeräte

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Billige Tonbandgeräte liefern so gut wie nie die “Lo-Fi”-Textur, die man sich erhofft.

Manche modernen Modelle können eine wunderbare klangliche Qualität liefern, doch diese Geräte sind teuer – und werden mit der Zeit immer teurer!

Ein Standard-Tonbandgerät für den Gebrauch zu Hause ist dafür gemacht, kommerzielle Tonbänder und Kassetten abzuspielen, und ist nicht als Aufnahme-Tool gedacht.

Ein Standard-Tonbandgerät für den Gebrauch zu Hause ist dafür gemacht, kommerzielle Tonbänder und Kassetten abzuspielen, und ist nicht als Aufnahme-Tool gedacht.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass du mit Plugins einen besseren und überzeugenden Lo-Fi-Sound bekommst!

2. Mehr als 16 AD/DA-Kanäle

Hast du ein großformatiges Mischpult? Hast du diverse Racks externen Equipments in Kühlschrankgröße? Nimmst du hauptsächlich große Ensembles wie Orchester auf?

Falls du all diese Fragen mit Nein beantwortet hast, lassen sich die meisten Aufnahmesituationen wunderbar mit maximal 16 Spuren handhaben.

Moderne Audio-Interfaces sind heute komplexer und ausgefeilter als jemals zuvor. Die Anzahl der Kanäle auf Interfaces für mittlere Budgets nimmt jedes Jahr zu.

Doch das heißt nicht, dass du dich finanziell ruinieren musst, nur um die größtmögliche Anzahl an Kanälen zu bekommen.

Tatsächlich erfordern die meisten deiner Aufnahmen wahrscheinlich nur eine Handvoll Kanäle auf einmal.

Und falls du am Computer mischst, brauchst du höchstwahrscheinlich sogar nur Ausgänge fürs Monitoring und Kopfhörer-Mixe.

16×16 ist ein gutes Limit. Brauchst du wirklich ein drittes Raummikrofon? Setze dir eine klare Grenze für Ein- und Ausgänge und werde kreativ!

3. Marken-Akustikschaum

In den meisten Fällen hält Marken-Akustikschaum nicht das, was sein Preis verspricht.

In den meisten Fällen hält Marken-Akustikschaum nicht das, was sein Preis verspricht.

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2019/05/7-things-your-studio-doesnt-need_Branded-Acoustic-Foam.jpg

Tatsache ist, dass du, wenn du dir Fotos von luxuriösen Profi-Studios anschaust, höchstwahrscheinlich kein solches Akustikprodukt findest.

Die beste Art der Schallbehandlung, zur Absorbierung problematischer Reflexionen sind maßgefertigte Akustikplatten.

Zum Glück kann man sich relativ einfach seine eigenen Akustikplatten zimmern. Im Internet findest du haufenweise hilfreicher Tipps zum Thema DIY-Schallbehandlung.

4. Teure Studiomöbel

Luxuriöse Studiomöbel für dein Rack-Equipment und deine Computer-Hardware können nett aussehen.

Doch sie sind den Preis definitiv nicht wert, außer du hast bereits dein absolutes Traum-Setup.

Selbst wenn du andere Leute professionell aufnimmst, ändern der “Wow-Faktor” und schicke Studio-Schreibtische unterm Strich absolut nichts. Gib das Geld für etwas aus, was den Sound deiner Tracks noch besser macht.

Außerdem müssen Studiomöbel nicht immer für das genutzt werden, wofür sie konzipiert sind. Man bekommt gute Ergebnisse, indem man ein paar günstige Modelle bekannter Marken “hacken”…

5. Luxus-Kabel

Premium-Kabel sind das beste Beispiel für Audio-Quacksalberprodukte.

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Premium-Kabel sind das beste Beispiel für Audio-Quacksalberprodukte.

Natürlich gibt es immer wieder lebhafte Debatten mit Audiophilen, die für luxuriöse Kabel in die Bresche springen.

Doch selbst wenn solche Kabel zu einer wahrnehmbaren Verbesserung führen würden, wären sie das absolut letzte Element in der Studiokette, das du optimieren solltest.

Es ist wichtig, Kabel zu kaufen, die nicht schnell kaputt gehen, doch alles, was über die grundlegenden Standards an Haltbarkeit und Qualität hinausgeht, ist absolut unnötig.

Es gibt so viele andere sinnvolle Arten, die Soundqualität zu verbessern, als sein Geld für Spitzenklasse-Kabel zu verprassen.

Versuche, alle Elemente im vorderen Teil deiner Audio-Kette zu optimieren, bevor du anfängst darüber nachzudenken, in Premium-Kabel zu investieren.

6. Externe Mischpulte

Viele Marketing-Nachbildungen von “inspirierenden” Studio-Setups beinhalten ein FOH-Mischpult.

Doch haben solche Mischpulte wirklich einen Zweck im Studio? Nicht so richtig.

Auch wenn du unbedingt mehr Preamp-Kanäle brauchst, sollte ein solches Mischpult der absolut letzte Ausweg sein.

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Du solltest kein Mixdown mehrerer Quellen vornehmen, bevor sie nicht in deiner DAW sind. Dadurch würdest du lediglich deine Spielräume verringern und eventuell absolut einwandfreie Spuren ruinieren.

Und Monitor-Mixe? Viel leichter mit Software.

Die Verkabelung, die nötig wäre, um sie auf ein analoges Mischpult zu übertragen, ist fast so viel wert wie ein komplett neues Audio-Interface mit ausreichend Ausgängen!

Spitzenklasse-Summier-Mischpulte sind natürlich eine vollkommen andere Sache.

Manche Toningenieur*innen schwören auf sie, während andere davon überzeugt sind, dass es sich lediglich um einen Hype handelt.

7. Displays im TV-Format

Hast du dir schonmal gedacht, dass es toll wäre, alle 400 Spuren deiner epischen Session auf einem einzigen Display zu sehen?

Das könnte dazu führen, dass du auf die Idee kommst, dir einen massiven TV-Bildschirm zu kaufen, um deine DAW-Session komplett anzeigen zu können.

Doch brauchst du wirklich soviel Display? Falls du hauptsächlich an Musik arbeitest statt an der Audio-Postproduktion für Videos, wahrscheinlich nicht!

Das könnte deinen Mixen sogar eher schaden.

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Ein riesiger TV-Bildschirm ist eine weitere harte Oberfläche, die für problematische Reflexionen im Raum sorgen kann.

Ein riesiger TV-Bildschirm ist eine weitere harte Oberfläche, die für problematische Reflexionen im Raum sorgen kann.

Daher ist das DAW-Display in den meisten Profi-Studios nicht das Zentrum der Mixing-Umgebung.

Es macht wenig Sinn, die Wände mit schalldichtem Material zu versehen, wenn du dann einen riesigen Bildschirm aufhängst!

Außerdem ist es häufig gut, seine Session zu vereinfachen und sich auf die zentralen Sounds zu konzentrieren. Mehr Spuren ist nicht immer besser!

Das Unwesentliche

Manchmal denkt man, man bräuchte nur noch dieses eine Gerät, um sein Studio-Setup zu vervollständigen.

Doch viel seltener sprechen wir darüber, was wir eigentlich nicht brauchen!

Bist du immer wieder versucht, deinem Setup neues Equipment hinzufügen? Falls dem so ist, solltest du dir Gedanken darüber machen, was du tatsächlich brauchst – und was nicht.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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