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Unschöne Wahrheiten: Der einzige Weg, deine Mixing-Skills zu verbessern, ist Übung

Unschöne Wahrheiten: Der einzige Weg, deine Mixing-Skills zu verbessern, ist Übung

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Willkommen zu Unschöne Wahrheiten, der LANDR Blog-Serie, in der wir uns den harten Realitäten der Musikproduktion widmen. Die folgenden Ratschläge willst du vielleicht nicht unbedingt hören – doch sie werden deine Produktions-Skills bereichern.

Das Mischen ist eine der Musik-Skills, die am schwierigsten zu meistern ist.

Ein paar Glückspilze verfügen über natürliches Talent, doch für die meisten Musiker*innen ist das Mischen kompliziert und frustrierend und hat eine steile Lernkurve.

Was das Ganze noch schlimmer macht: Die Qualität eines Mixes macht einen riesigen Unterschied.

Die Präsentation deiner Tracks beeinflusst die Art und Weise, wie Leute ihn neben den vielen anderen Songs in ihrer Mediathek wahrnehmen.

All das bedeutet, dass die Optimierung der Mixing-Skills für die meisten Musiker*innen ganz weit oben auf ihrer Liste steht.

Die offensichtlichen Vorteile sowie der hohe Schwierigkeitsgrad haben dazu geführt, dass viele Audio-Firmen ihre Produkte als die Lösung für sämtliche Mixing-Probleme vermarkten.

Doch die unschöne Wahrheit lautet: Der einzige Weg, deine Mixing-Skills tatsächlich zu verbessern, ist Übung.

Ich erkläre dir warum.

Beim Mischen geht es ums Zuhören

Die meisten Leute, die sich Musik anhören, sind sich des komplizierten Prozesses, der hinter kommerziellen Aufnahmen steckt, in keinster Weise bewusst.

Die meisten Leute, die sich Musik anhören, sind sich des komplizierten Prozesses, der hinter kommerziellen Aufnahmen steckt, in keinster Weise bewusst.

Doch sobald man selbst einmal Musik gemischt hat, weiß man plötzlich, was da eigentlich abgeht.

Und wenn man sich dann einen großartigen Mix anhört, kommt man nicht darum herum sich vorzustellen, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat, um einen solch unfassbar guten Sound zu erzeugen.

Wenn man die Soundqualitat einer Amateurproduktion mit der eines professionellen Releases direkt vergleicht, kann einen das ganz schön schocken.

Es kann einen sogar so richtig demotivieren, weil man merkt, wie weit die eigenen Mixe von perfekt entfernt sind.

Doch die Einsicht, dass man viel Arbeit vor sich hat, ist der erste Schritt nach vorne.

Wie verbesserst du deine Mixing-Skills und welchen Hürden musst du dabei nehmen?

Equipment ist eine, jedoch nicht die größte Hürde

Es gibt mindestens einen einfachen Sündenbock für Mixing-Anfänger*innen: Equipment.

Equipment ist einer der ersten Engpässe, den Anfänger*innen immer wieder identifizieren, wenn es um die allgemeine Qualität ihrer Endergebnisse geht.

Equipment ist einer der ersten Engpässe, den Anfänger*innen immer wieder identifizieren, wenn es um die allgemeine Qualität ihrer Endergebnisse geht.

Hier kommt noch eine unschöne Wahrheit für dich: Selbst wenn dir jetzt in diesem Moment das Mischpult eines Spitzenklasse-Studios zur Verfügung stünde, würdest vielleicht nach wie vor keinen großartigen Mix produzieren, wenn du nicht schon fleißig an deinen Mixing-Skills gearbeitet hast.

Das heißt nicht, dass qualitativ hochwertiges Equipment nicht notwendig ist – denn das ist es durchaus. Doch für viele Arten von Spitzenklasse-Equipment gilt das Gesetz abnehmender Erträge.

Der Unterschied zwischen einem 500€ Mikro und einem 1500€ Mikro ist viel größer als zwischen einem 3000€ Mikro und einem 8000€ Mikro.


Wenn dein Equipment erstmal auf einem bestimmten Qualitätslevel angelangt ist, sind die Unterschiede von einem Tool zum nächsten so schwindend gering, dass sie fast gar keinen Einfluss auf das Endergebnis haben.

Deine Ohren, deine Kenntnis deiner Tools und deine Intuition bekommen schnell viel mehr Bedeutung als du vielleicht denkst.

Ab diesem Punkt ist es viel wichtiger für die schlussendliche Qualität eines fertigen Mixes, deine Sounds von Anfang an korrekt einzufangen und schlaue Mixing-Entscheidungen zu treffen.

Heißer Tipp: Nicht alle Arten von Equipment spielen eine gleichwertige Rolle für den Sound deines fertigen Mixes.

Dein Vermögen, gute Mixing-Entscheidungen zu treffen, hängt davon ab, inwiefern deine Monitore und Kopfhörer dir die Probleme in deinem Mix aufzeigen können.

Falls du dir nicht sicher bist, an welcher Stelle der Schwachpunkt deines Systems liegt, solltest du zunächst deine Wiedergabekette aufpeppen, bevor du dich dem Rest deines Equipments widmest.

Auf dem Weg zu guten Mixing-Skills gibt es keine Abkürzung

Der Grund dafür, dass es so lange dauert, bis man ein*e gute Mixing-Ingenieur*in ist, liegt darin, dass man zuerst eine gute Intuition für solche Entscheidungen entwickeln muss.

Ein paar Glückspilze sind von Anfang begabt, doch selbst sie müssen ihre Skills erst entwickeln, um von ihrem Talent wirklich profitieren zu können.

Die größte unschöne Wahrheit hier? Die Zeit, die man seinem Handwerk widmen muss, lässt sich nicht ersetzen.

Kein schickes neues Plugin und keine revolutionäre Technologie können dafür sorgen, dass du die harte Arbeit, die es braucht, um gute Mixing-Skills zu entwickeln, überspringen kannst.

Kein schickes neues Plugin und keine revolutionäre Technologie können dafür sorgen, dass du die harte Arbeit, die es braucht, um gute Mixing-Skills zu entwickeln, überspringen kannst.

Trotz radikaler Fortschritte in der Musik-Technologie mussten Leute großartig klingende Alben auch vor 70 Jahren – den Anfängen der modernen Aufnahme-Ära – noch mischen.



Seitdem hat sich viel verändert, doch paradoxerweise ist vieles auch gleich geblieben. Die grundlegenden Skills, die man zum Mischen braucht, sind nach wie vor dieselben!

Übung macht den Meister

Das mag alles etwas demotivierend klingen, doch es gibt einen Lichtblick: Mit harter Arbeit kann fast jede*r kann lernen, gut zu mischen.

In diesem Feld ganz nach oben zu gelangen setzt Talent, Glück und Hingabe voraus – doch darum geht es gar nicht.

Gut genug zu sein, um einen schmackhaften Mix zu produzieren, der einen Song gut präsentiert, ist ein Ziel, das so ziemlich jede*r erreichen kann.

Gut genug zu sein, um einen schmackhaften Mix zu produzieren, der einen Song gut präsentiert, ist ein Ziel, das so ziemlich jede*r erreichen kann.

Falls du eine DAW und Monitore oder gute Kopfhörer hast, kannst du auf dem Weg zu guten Mixing-Skills schon viel leisten.

Der beste Rat besteht darin, niemals mit dem Lernen aufzuhören und sich stets zu verbessern. Konzentriere dich auf deine persönlichen Stärken und lass dich nicht davon entmutigen, wenn deine Endergebnisse nicht an jene der erfolgreichsten Profis herankommt.

Mische häufig, lernen aus deinen Fehlern und scheue dich nicht davor zu scheitern.

Immer weiter probieren, um besser zu werden

Welchen Rat solltest du aus dieser Ausgabe von “Unschöne Wahrheiten” mitnehmen?

Du kannst deine Mixing-Skills immer weiter verbessern, sofern du an ihnen arbeitest. Das ist ein ziemlich ermutigender Fakt.

Mixing ist eine Fähigkeit, die beim Zuhören anfängt und über das gesamte Leben hinweg entwickelt werden muss.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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