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Wie du deinen Tracks mit Hilfe von SFX-Samples mehr Textur verleihst

Wie du deinen Tracks mit Hilfe von SFX-Samples mehr Textur verleihst

SFX-Samples sind eine wesentliche Zutat guter Tracks. Sie eignen sich prima dazu, Tiefe und Atmosphäre zu erzeugen und versorgen deine Produktionen mit unerwarteten Sounds.

Doch das Mischen mit SFX-Samples ist nicht immer einfach. Du musst mit ein paar kreativen Ansätzen aufwarten, um die korrekte Textur zu bekommen, ohne die Hauptelemente deines Tracks zu übertönen.

In diesem Artikel zeige ich dir in sieben Schritten, wie du deinen Tracks mit Hilfe von SFX-Samples mehr Textur verleihst.

1. Finde die richtigen SFX-Samples

SFX ist in Hinblick auf Samples eine recht weitgefächerte Kategorie.

Alles von einem kurzen One-Shot bis hin zu gesamten Klanglandschaften kann als “SFX” angesehen werden.

Alles von einem kurzen One-Shot bis hin zu gesamten Klanglandschaften kann als “SFX” angesehen werden.

Dementsprechend musst du jeweils das richtige Sample für den spezifischen Moment in deinem Song finden.

Und da kommt LANDR Samples ins Spiel. Du kannst die SFX in unserer massiven Samples-Bibliothek anhand von Genre, Instrument und Filter-Typen durchsuchen. Der perfekte Sound wartet auf dich!

https://blog.landr.com/wp-content/uploads/2019/08/LANDR-Samples-Browse-SFX.png

2. Nutze die Tone-Shaping-Tools deines Samplers

Moderne Sampler-Plugins beinhalten haufenweise Funktionen, mit denen du Samples manipulieren kannst.

Du kannst viel erreichen, indem du die Start- und Endzeit, die Tonhöhe, die Wiedergabe-Richtung und die Filter-Einstellungen eines Samples veränderst – noch bevor du das Sample anderweitig bearbeitest.

Auch das Verändern der Hüllkurve eines Samples mit Hilfe von ADSR kann seinen Charakter stark verändert. Und jedes Sample verändert sich vollkommen, wenn man es rückwärts abspielt.

Das Gleiche gilt für die Tonhöhe. Manchmal sind die körnigen Artefakte, die durch invasives Pitch-Shifting entstehen, genau das, was ein Sound braucht, um sich ‘richtig’ anzufühlen.

sampler SFX

Schau dir an, wie nahe du dem perfekten SFX-Sound kommst, indem du lediglich die Sound-Shaping-Tools deines Samplers benutzt – die Effekte kommen noch bald genug!

3. Keine Angst vor EQ

SFX-Samples sind aus ihrem Wesen heraus stimmungsvoll.

Du musst nicht unbedingt die Original-Charakteristiken eines Samples bewahren, um sie in den Kontext einzupassen.

SFX-Sounds müssen notwendigerweise mit EQ-Plugins manipuliert werden, um sie in den Mix einzupassen, ohne diesen zu überfüllen.

Doch dabei geht es nicht nur um das Schaffen von Platz.

Samples können vollkommen anders klingen, wenn sie radikal mit einem Hoch- oder Tiefpass-Filter bearbeitet werden.

Manchmal können sogar steile Kerben oder Bandpässe eine außergewöhnliche Auswahl innerhalb der allgemeinen Frequenz-Verteilung des Samples zur Schau stellen.

EQ for SFX samples

Manchmal können sogar steile Kerben oder Bandpässe eine außergewöhnliche Auswahl innerhalb der allgemeinen Frequenz-Verteilung des Samples zur Schau stellen.

EQ ist ein Sound-Design-Tool – nutze es dementsprechend!

4. Setze Effekte kreativ ein

Das nächste leistungsstarke Sound-Design-Verfahren besteht darin, deine Effekte kreativ einzusetzen.

Wenn es um die Arbeit mit SFX-Samples geht, gibt es keine Regeln.

Egal ob du den natürlichen Charakter des Sounds subtil verbessern oder ihm eine vollkommen neue Dimension hinzufügen willst – Effekte sind der beste Weg, diese Optionen zu erkunden.

Experimentiere mit parallelen/seriellen Ketten und ungewöhnlichen Effekten. Was passiert, wenn du ausschließlich das mit Effekten belegte Signal deines Hall-Plugins benutzt?

Oder wenn du aufeinanderfolgende Delays erzeugst, die noch lange nach dem Original-Sample vernehmbar sind?

creative effects processing

Probiere jede Art von Modulation aus, die dein Werkzeugkasten bereithält. Phaser und Flanger mit Rate 0 können als interessante Tone-Shaping-Filter agieren.

Ein subtiler Chorus kann genau das Richtige sein, um das Stereofeld zu verbreitern.

Verzerrungs-, Overdrive- und Bitcrushing-Effekte sind auch großartige Optionen.

5. Lege SFX-Samples übereinander

Das Schichten von Samples ist eine gängige Praxis für grundlegende Spuren wie Kick und Snare.

Doch es eignet sich auch prima, um komplexe SFX-Sounds zu kreieren.

Manchmal ist es einfacher und transparenter, ein zusätzliches Sample hinzuzufügen, als aggressive Veränderungen mit Effekten und EQ vorzunehmen.

Manchmal ist es einfacher und transparenter, ein zusätzliches Sample hinzuzufügen, als aggressive Veränderungen mit Effekten und EQ vorzunehmen.

Falls deine anderen Tone-Shaping-Optionen dir nicht das geliefert haben, was du brauchst, kannst du LANDR Samples erkunden, um zusätzliche SFX-Sounds zu finden, die du hinzufügen kannst.

Wenn du erst einmal mit zwei oder mehr Samples arbeitest, stehen dir alle Tools des herkömmlichen Mischens zur Verfügung.

Zu entscheiden, wie man mehrere SFX-Samples pannt und mischt, ist eine Sound-Design-Übung an sich. Im Grunde verdoppelt es die Möglichkeiten.

6. Schalte deine SFX-Samples in die Sidechain, um Platz zu schaffen, wo er nötig ist

Du hast also ein mehrschichtiges SFX-Patch erstellt, das sich vor Effekten kaum retten kann. Es kann daher sein, dass dein Sound etwas ‘zu voll’ ist und von den Hauptelementen des Songs ablenkt.

Deine SFX-Spuren müssen ausreichend mit der Textur verschmelzen, um Tiefe zu erzeugen und Interesse zu wecken, ohne dabei jedoch das rhythmische oder melodische Fundament zu überschatten.

Sidechain-Kompression ist eine Art sicherzustellen, dass insbesondere die Kick-Drum ihre Präsenz bewahrt, egal wie dicht der Hintergrund sich gestaltet.

Sidechain-Kompression ist eine Art sicherzustellen, dass insbesondere die Kick-Drum ihre Präsenz bewahrt, egal wie dicht der Hintergrund sich gestaltet.

Hier eine klassische Anwendung des “Sidechaining Ducking Trick”:

sidechain SFX samples

Schicke deine SFX-Spuren zu einem einzigen Stereo-Bus und schalte einen Kompressor mit einem Sidechain-Eingang hinzu.

Erstelle ein Send von deiner Kick-Drum-Spur und schicke es zum Eingang des SFX-Bus-Kompressors.

Jetzt hört sich der Kompressor die Kick-Drum-Spur an und reduziert bei jedem Hit den Gain.

Über die Threshold-, Ration-, Attack- und Release-Parameter kannst du das Timing und die Intensität des Ducking-Effekts raffinieren.

Wenn du das Ganze korrekt hinbekommst, verschmilzt dein SFX nahtlos mit der allgemeinen Textur deines Songs.

7. Nimm mit Automation Feineinstellungen vor

SFX-Patches sind oft hoch dynamisch.

Traditionelle Tools für die Dynamikbearbeitung wie Kompression sind vielleicht nicht ausreichend, um die dramatischen Pegelwechsel innerhalb einer ausdrucksstarken Sequenz von SFX-Samples zu zähmen.

Wenn alles scheitert, ist Automation der beste Weg sicherzustellen, dass deine Sounds nicht völlig außer Kontrolle geraten.

Wenn alles scheitert, ist Automation der beste Weg sicherzustellen, dass deine Sounds nicht völlig außer Kontrolle geraten.

Indem du Veränderungen am Pegel auf Fader-Level vornimmst, stellst du sicher, dass sämtliche Variationen, die durch den umfassenden Einsatz von Effekten entstanden sind, miteinbezogen werden, ohne dass sich die feinen Beziehungen, die du während der Sound-Design-Phase erschaffen hast, verändert werden.

Super SFX

Großartige SFX-Samples können die Stimmung und den Vibe eines Tracks gehörig verbessern.

Doch SFX-Texturen subtil und geschmackvoll zu verschmelzen erfordert strategisches Mischen.

Probier’s mit diesen Tipps, wenn du das nächste Mal Schwierigkeiten damit hast, SFX-Sounds in deine Produktion einzufügen.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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