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Alles, was MusikerInnen über digitale Distribution wissen müssen

Alles, was MusikerInnen über digitale Distribution wissen müssen

Der digitale Musikvertrieb ist das Bindeglied zwischen deinem fertigen Album und deinen Fans.

Die digitale Distribution hat das Steuer übernommen. Stationäre Musikvertriebe waren früher die einzige Anlaufstelle, sowohl für Plattenfirmen als auch unabhängige MusikerInnen, um ihre Alben an die Fans zu bringen.

Dank der digitalen Distribution sitzen mittlerweile jedoch aufstrebende unabhängige MusikerInnen am längeren Hebel.

In den USA (dem nach wie vor größten Musikmarkt) sind digitale Musikverkäufe 2016 um 17,7% angestiegen, was einem Umsatz von 7,8 Milliarden US-Dollar entspricht – das sind 50% des gesamten Umsatzes der Musikbranche. Für einen Großteil dieses Anstiegs sind Streaming-Abos verantwortlich, die ein Wachstum von 60,4% verbucht haben.

Deshalb ist es so immens wichtig zu wissen, wie du deine Musik auf Spotify, Google Play und iTunes verkaufst.

Für MusikerInnen ist die digitale Distribution mittlerweile ein Muss, um alle potentiellen Fans zu erreichen. Clevere Distribution erhöht deine Sichtbarkeit. Sie lässt deine Musik in so vielen Ohren wie möglich erklingen. Außerdem hilft sie dir dabei, für all die harte Arbeit, die du in die Vermarktung deiner Musik steckst, bezahlt zu werden.

Diese Anleitung versorgt dich mit allem, was du brauchst, um deine Musik digital zu vertreiben.

Was ist Distribution?

Distribution (oder auch Musikvertrieb) ist der Schritt, in dem Musik an die ZuhörerInnen geliefert wird. Früher lief das so ab, dass Vertreiber Verträge mit den Plattenfirmen abgeschlossen haben, um Tonträger an Geschäfte zu verkaufen. Die digitale Distribution hat all das jedoch grundlegend verändert, indem der Mittelmann überflüssig gemacht wurde – wodurch MusikerInnen die Möglichkeit geboten wird, ihre Musik direkt an Online-Shops zu vertreiben und damit zu 100% ihre Tantiemen zu behalten.

Wie digitale Distribution heutzutage funktioniert

Das Ziel digitaler Distribution besteht darin, deine Musik auf Plattformen wie iTunes, Spotify und Google Play sowie digitale Musikshops zu vertreiben.

Du kannst dir diese Plattformen wie einen digitalen Plattenladen vorstellen – sobald deine Musik dort erhältlich ist, können Andere sie streamen, herunterladen und kaufen. Abhängig davon, wie und wo deine Musik angehört wird, bekommst du dafür Tantiemen.

Genau wie traditionelle Plattenläden, erhalten auch digitalen Musikshops Musik von digitalen Distributionsunternehmen. Statt jede Woche ein paar Boxen voller Platten zu verschiffen, beliefern digitale Vertriebe die oben genannten großen Musikshops jedoch mit digitaler Musik.

Was früher Wochen und Monate an Verschiffung und Herstellung benötigte (nicht zu vergessen kostspielige Vorschüsse), kann jetzt einfach und schnell anhand von ein paar Klicks erledigt werden.

Die besten Distributionsunternehmen für Musik

Es gibt Unmengen an Distributionsunternehmen. Der ausschlaggebende Faktor bei der Wahl sollte stets der sein, dass du 100% deiner Tantiemen behältst. Informiere dich über sämtliche Gebühren, die ein Unternehmen verlangt, und darüber, was genau du bekommst, bevor du dich entscheidest. Manche Unternehmen behaupten, sie nehmen keinen Anteil, in manchen Fällen warten jedoch versteckte Gebühren auf dich. Du solltest gründlich recherchieren!

Die Vorteile der Online-Distribution

Das digitale Format steht mit großem Abstand ganz vorne auf der Liste, wenn es darum geht, wie wir uns heutzutage Musik anhören. Was bedeutet, dass man es nicht umgehen kann, wenn man das Veröffentlichen seiner Musik clever angehen will. Die Umsätze der Musikindustrie verdeutlichen, dass digitale Musik das Format der Zukunft (und auch schon der Gegenwart) ist. Hier die globalen Umsätze der Industrie in 2016:

  • 50% aus digitalen Umsätzen
  • 34% aus Verkäufen physischer Tonträger (CDs, Vinyl, Kassetten)
  • 14% aus Aufführungsrechten (Radio, Auftritten etc.)
  • 2% aus Aufführungsrechten (Radio, Auftritten etc.)

 

Du solltest daher strategisch vorgehen. Stelle deine Musik dort zur Verfügung, wo Fans sie sich auch wirklich anhören: online. Dort ist die Chance größer, dass du deine Fans auch wirklich erreichst.

Spare dir die Kosten und Mühen der physischen Distribution, insbesondere bei deinem ersten Release. Beginne damit, dir anhand von digitalen Veröffentlichungen und DIY-Musikpromotion einen Namen zu machen und ein Publikum aufzubauen.

Du stellst es schlau an, wenn du deine Musik online erfolgreich verkaufst. Wähle die Art von Distribution, bei der du 100% deiner Tantiemen behältst und bei der dir keine versteckten Klauseln und Gebühren einen Strich durch die Rechnung machen. Dadurch wirst du so bezahlt, wie du es verdienst, und musst nicht die Rechte an deiner Musik abtreten. Das ist immens wichtig. Denn wenn dann dein nächster Release bei einem anderen Vertreiber besser aufgehoben ist, hast du das Recht, die nicht-exklusive Vereinbarung zu beenden.

Die digitale Distribution bietet zudem ein paar nette Extras, wie beispielsweise Empfehlungsalgorithmen. Diese empfehlen deine Tracks Leuten auf der Basis dessen, was sie sich sonst so anhören. So entdeckt man neue Musik in der digitalen Welt! Diese Funktion ist jedoch nur ein Bonus und du solltest sie nicht als Garantie dafür ansehen, dass deine Musik Millionen von Menschen erreichen wird. Das musst du schon selbst erledigen.

Jetzt da du die Grundlagen der heutigen Distribution in- und auswendig kennst, kommen wir zu der Frage, wie du deine Musik am besten vertreibst. Hier die Schritte, die du befolgen solltest:

1. Finde das für dich beste Distributionsunternehmen

Ok, dein Album ist also fertig. Du hast es gemixt und gemastert. Das Album-Cover ist auch startklar. Du kannst es kaum erwarten, das Album zu veröffentlichen.

Jetzt stellst du dir vielleicht die Frage, wie du deine Musik online verkaufst. Der erste Schritt besteht darin, die passende digitale Distributionsplattform zu finden.

Mache dich mit den großen Distributionsunternehmen vertraut:

LANDR

LANDR ist der einzige Distributionsdienst, der dir professionelles Mastering und globale Distribution in einem bietet. Unsere Tarife fangen schon bei 1$ pro Monat an und du behältst deine Tantiemen zu 100%. Das bedeutet: keine versteckten Klauseln oder Gebühren. Lediglich deine hart verdienten Tantiemen.

Die Distribution von LANDR vertreibt deine Musik an über 250 Musikshops und -plattformen wie Spotify, iTunes, Apple Music, Google Play und Amazon. LANDR stellt dir sogar ein leicht nachvollziehbares Berichte-Dashboard zur Verfügung, anhand dessen du deinen Erfolg sowie deine Fanbase überblicken kannst, um so besser wichtige Entscheidungen bezüglich deiner nächsten Schritte als MusikerIn treffen zu können. Deine Musik kommt gut in Schweden an? Zeit, dort auf Tour zu gehen.

Unsere Lieblingsfunktion von LANDR: Wir sind da zwar etwas voreingenommen, aber unsere Lieblingsfunktion der LANDR-Distribution ist definitiv der Release Builder. Verglichen zu einigen anderen, klobigeren Distributionsdiensten, die nicht besonders benutzerfreundlich sind, stellt er die schnellste und einfachste Art dar, deine Musik online in Umlauf zu bringen.

Wir wissen, dass es dir schlussendlich darum geht, deine Musik in Umlauf zu bringen. Daher sind wir froh, dir ein solch simples, effektives und transparentes Werkzeug zur Verfügung zu stellen, bei dem du als MusikerIn im Vordergrund stehst.

Informiere dich hier über unsere Tarife.

TuneCore

TuneCore bietet dir weltweite digitale Distribution für Alben, Singles und Klingeltöne. Es stellt dir zudem ein Paket für die Musikverlag-Administration zur Verfügung, das es dir ermöglicht, an Tantiemen und Medienplatzierungen zu kommen. TuneCore vertreibt deine Musik an: iTunes, Amazon, Spotify, Google Play, YouTube Music und viele mehr.

Unsere Lieblingsfunktion von TuneCore: Die Musikverlag-Administration ist ein wichtiger Schritt hin zur Lizensierung deiner Musik. Anhand ihrer Statistiken kannst du verfolgen, wie gut deine Veröffentlichungen sich verkaufen.

Informiere dich hier über ihre Tarife.

CD Baby

CD Baby bietet digitale als auch physische (CD und Vinyl) Distribution weltweit an. Du kannst Alben oder Singles vertreiben. Sie verhelfen dir außerdem zu Medienplatzierungen für Fernsehen, Film und Videospiele.

CD Baby vertreibt deine Musik an: iTunes, Amazon, Spotify, Google Play, Apple Music, Tidal, YouTube Music und viele mehr.

Unsere Lieblingsfunktion von CD Baby: Indem sie sowohl physische als auch digitale Distribution anbieten, erhältst du hier das volle Paket. Sie sind zudem die einzige Plattform, die SoundExchange-Tantiemen (RechteinhaberInnen) für dich einsammelt.

Informiere dich hier über ihre Tarife.

Symphonic

Symphonic vertreibt deine Musik weltweit. Sie befriedigen all deine Marketing-, Lizensierungs- und Verlagsbedürfnisse. Sie bieten sowohl physische als auch digitale Distribution an.

Unsere Lieblingsfunktion von Symphonic: Sie vertreiben deine Musik an Beatport, was besonders für Elektro-Projekte sehr gut ist.

Informiere dich here über ihre Preise.

Record Union

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Record Union bietet globale digitale Distribution an. Vertreibe deine Musik an alle großen digitalen Musikplattformen – inklusive Tidal, Juno Download und Beatport. Zusammen mit Sony Music bietet Record Union Chancen für MusikerInnen, die dir dabei helfen, dir Gehör zu verschaffen.

Unsere Lieblingsfunktion von Record Union: Ihr verbessertes Entdecker-Tool verleiht deiner Musik mehr Sichtbarkeit. Sie sind zudem einer der wenigen Vertreiber, die den Vertrieb an Juno Download anbieten.

Informiere dich über ihre Tarife.

MondoTunes

MondoTunes stellt den größten digitalen Distributionskanal der Welt. Er erreicht hunderte von Online-Shops und Streaming-Unternehmen in mehr als 140 Ländern.

MondoTunes vertreibt deine Musik an: iTunes, Amazon, Spotify, Google Play, Apple Music, Tidal, Beatport und viele mehr.

Unsere Lieblingsfunktion von MondoTunes: Unbegrenzte Uploads über den größten digitalen Distributionskanal der Welt.

Informiere dich hier über ihre Tarife.

iMusician

Verkaufe und vermarkte deine digitale Musik weltweit mit Hilfe von iMusician. Sie helfen dir dabei, deine Songs für die Veröffentlichung und damit zusammenhängende Rechte (Einnahmen über Fernsehen, Radio und YouTube) zu registrieren.

Sie bieten ein verschlüsseltes ‘Musik-Schließfach’ an, das dir dabei hilft zu beweisen, dass bestimmte Musik wirklich dir gehört.

Unsere Lieblingsfunktion von iMusician: Sie verhelfen dir zu kommerziellen Lizenzen. Dadurch wird das Verlegen deiner Musik angekurbelt.

Informiere dich hier über ihre Tarife.

Bandcamp

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Veröffentliche deine Musik auf eigene Faust und verkaufe sie über Bandcamp. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Plattformen vertreiben sie deine Musik nicht an anderen Online-Shops (iTunes etc.). Bandcamp ist ein eigenständiger Online-Shop, über den du auch physischen Merchandise oder auf eigene Faust veröffentlichte CDs verkaufen kannst.

Unsere Lieblingsfunktion von Bandcamp: Du kannst deinem SoundCloud-Profil einen ‘Kaufen’-Link hinzufügen, der Andere direkt zu deiner Musik auf Bandcamp weiterleitet.

Hier erfährst du mehr über Bandcamp.

TopSpin

TopSpin ist ein digitaler Shop sowie eine Marketing-Plattform für MusikerInnen. Dort kannst du deine Musik (im physischen als auch digitalen Format), deinen Merchandise sowie Tickets für deine Konzerte verkaufen. Wie auch Bandcamp vertreibt TopSpin deine Musik nicht an andere Plattformen (iTunes, Spotify etc.), sondern ermöglicht es dir, sie auf deiner Web- oder Facebook-Seite einzubetten.

Unsere Lieblingsfunktion von TopSpin: Es ist Bandcamp sehr ähnlich, bietet jedoch die zusätzliche E-Mail-Funktion, anhand derer du die E-Mail-Adressen deiner Fans sammeln und so mit ihnen in Kontakt bleiben kannst.

Informiere dich hier> über ihre Tarife.

Wähle die für dich passende Option

Jede dieser Plattformen hat ihre eigene Preisgestaltung, und zwar entweder in Form

  • einer festgelegten Gebühr pro Album/Single,
  • einem Jahresbeitrag,
  • einem Prozentsatz deiner Albumverkäufe (10-25%).

Plane dein Budget: Lies dir aufmerksam die Preisgestaltung sowie die Bedingungen jedes Vertreibers durch.

Vergiss nicht, dass du mit einem Vertreiber eine neue professionelle Partnerschaft eingehst. Wähle denjenigen, der für dich am vorteilhaftesten ist. Du solltest dich versichern, dass der Vertreiber deinen Bedürfnissen, deinen Ressourcen sowie deinen Zielen entspricht.

2. Sorge dafür, dass deine Musik leicht zu finden ist

Für die traditionelle Distribution mussten MusikerInnen eine sogenanntes ‘One-Sheet‘ (oder auch Verkaufsblatt) einreichen. Das bestand, wie der Name im Englischen bereits sagt, eine Seite mit allen Informationen bezüglich des zu vertreibenden Albums (Name der Musikerin oder des Musikers, Albumtitel, Erscheinungsdatum, eine kurze Biografie, Genre etc.).

Das digitale Pendant zum One-Sheet sind Metadaten. Diese bestehen aus kurzen Beschreibungen und Schlüsselwörtern, die es um einiges leichter machen, im Internet etwas zu klassifizieren und zu finden.

Metadaten sind für die digitale Distribution essentiell. Du benötigst sie, um deine Veröffentlichung, die vor der Distribution kommt, vorzubereiten. So sucht man heutzutage online nach Musik – insbesondere über das Genre. Du willst ja schließlich, dass deine potentiellen Fans deine Musik leicht finden.

Die folgenden Informationen sind typischerweise in den Metadaten enthalten:

  • Name der Musikerin oder des Musikers
  • Titel (des Albums oder der Single)
  • Erscheinungsdatum
  • Plattenlabel (falls vorhanden)
  • Titel der Tracks
  • Genre
  • Informationen über KomponistIn
  • Künstlerbiografie
  • Mitwirkende
  • ISRC-Codes

Halte es kurz. Benutze gängige Wörter. Fasse dich kurz und zeitlos: vermeide hippe Wörter oder Hashtags. Du willst schließlich, dass Andere dein Musik heute als auch noch in 30 Jahren finden.

3. Promoten, promoten, promoten

Deine digitale Distribution ist nur so gut wie deine eigene Musikpromotion, denn erstere übernimmt letztere nicht für dich. Den Teil musst du selbst stemmen. Was ziemlich toll ist, da du das Ganze kreativ angehen kannst. Die beste Musikpromotion ist jene, die sich organisch entwickelt und von der Basis kommt (manche Sachen ändern sich nie im Musikgeschäft).

Setze dir ein realistisches Budget für deine Promotion. Behalte im Hinterkopf, dass die effektivsten Vermarktungsstrategien häufig nichts kosten – wie z. B. mit deinen Fans reden, deinen Schaffensprozess über soziale Medien teilen und online kostenlose Schmankerl veröffentlichen.

Mache dementsprechend dein eigenes Ding – verschaffe dir eine ansprechende Präsenz in den sozialen Medien und werde zu einem unverzichtbaren Teil der Community.

Kreiere einen gewissen Hype um dein Album, bevor es erscheint. Poste Vorschauen deiner Jam-Sessions auf Instagram. Spiele ein Konzert in deinem Studio und streame es live. Poste kostenlose 30-sekündige Vorschauen deiner Tracks auf SoundCloud.

Beschalle so viele Ohren wie möglich mit deiner Musik. Hier ein paar Anregungen, wie du das stellst:

Immer schön E-Mails senden, Inspirationen sharen und die richtigen Leute anrufen. Da führt kein Weg drum herum.

Die Revolution der Distribution

Digitale Distribution sorgt dafür, dass alle MusikerInnen eine Chance bekommen: “Egal ob ein/e MusikerIn 500 oder 500.000 Alben verkauft, alle sollten unter dem gleichen Dach angesiedelt sein und mit dem gleichen Maß an Respekt behandelt werden”, sagt der A&R von EMPIRE. Da stimmen wir voll und ganz zu.

Wer eine solide Bilanz an digitaler Distribution vorzuweisen hat, verfügt über einen 1A Lebenslauf. So kommst du an bessere Konzerte, mehr Sichtbarkeit sowie mehr Verhandlungssicherheit.

Digitale Distribution ist der direkteste Weg zu deinen Fans. Mach’s richtig! Mach’s digital!