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Wie du Livevideos zum festen Bestandteil deiner Musik-Promotion machst

Wie du Livevideos zum festen Bestandteil deiner Musik-Promotion machst

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Deine Kreativität sollte sich nicht auf die Musik beschränken.

Wir haben ein Residenzprogramm für MusikerInnen gestartet. Für die erste Ausgabe hat Jesse Boykins III sein Mixtape Bartholomew fertiggestellt.

Das Video-Team von We Are Famous hat das Ganze auf Film festgehalten. Die fertige Doku ist bezaubernd.

Was mich ein bisschen ins Grübeln gebracht hat…

Videos sind ein Muss für heutige Musikschaffende – insbesondere Livevideos.

Videos sind wichtig, weil deine Musik eben nicht nur aus Klängen besteht, sondern auch aus allem, was du sonst unter deinem Künstlernamen kreierst.

Livevideos sind in der heutigen Musikindustrie essentiell für eine smarte Eigenvermarktung.

Livevideos sind bloß eine weitere Modeerscheinung? Nö.

Livevideos sind die Zukunft.

Zum Beispiel: Leute schauen sich auf der Livestreaming-Plattform Persicope jeden Tag Livevideos im Umfang von 110 Jahren an – und Periscope ist nur eine von vielen Plattformen.

Auf Facebook schauen sich Fans 3mal so viele Livevideos an wie vorab aufgezeichnete Clips.

Du hast dich nicht verlesen. Das Livestreaming ist gekommen, um zu bleiben.

Livestreaming: deine Musik und du

Was genau kann das Livestreaming für deine Musik tun?

Nun, es kreiert einen globalen Veranstaltungsort, an dem du deine Musik spielen kannst. Denk mal darüber nach: Du hast bereits ein Publikum.

Deiner Facebook-FreundInnen, Twitter-FollowerInnen und all deine treuen Fans. Mit Hilfe von Livevideos kannst du deine Musik mit einem globalen Publikum, und somit in anderer Form als nur einer MP3 sharen.

Du kannst zeigen, wer du bist, nicht nur wie du klingst.

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Wie genau kannst du Livevideos in den Dienst deiner Musik stellen?

Hier erfährst du alles, was du wissen musst, um Livestreaming in deine Promotion zu integrieren:

Was solltest du livestreamen?

Bevor wir uns dem Wie widmen, kommen wir zunächst zum Was.

Falls du auf der Suche nach Ideen bezüglich dessen, was du streamen kannst, bist, haben wir hier ein paar für dich:

  • Dich beim DJing
  • Tutorials
  • Eine Demo deines Equipments
  • Live-Musikvideos
  • Konzerte
  • Eine Radiosendung, in der du vorkommst
  • Dich mit deiner Band auf Tour
  • Andere interessante Sachen, die deine Geschichte als MusikerIn erzählen

Die drei besten Livevideo-Plattformen für MusikerInnen

Es ist super einfach, mit dem Livestreaming loszulegen. Man braucht nicht mal ein Budget.

Du verfügst höchstwahrscheinlich bereits über alle Werkzeuge, die du brauchst, um ein Publikum zu erreichen (ein Smartphone oder einen Laptop).

Die besten Livestreaming-Apps für den Anfang sind:

Periscope

Periscope ist eine kostenlose App, mit der du livestreamen kannst, was auch immer du willst.

Sie haben sich mit Twitter zusammengeschlossen, sodass du einfach nur auf das Twitter-Icon klicken musst, um an deine dortigen FollowerInnen auszustrahlen.

Deine ZuschauerInnen können dir sogar Nachrichten und Herzen schicken, während sie zuschauen.
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Wie man Periscope nutzt: periscope-screenshot

  1. Lade die kostenlose App auf iOS oder Android herunter
  2. Melde dich mit deinem Twitter-Account (oder deiner Telefonnummer) an
  3. Klicke auf die Kamera-Blase
  4. Gib einen Titel für deinen Livestream ein
  5. Klicke auf den Twitter-Vogel und dann auf ‘Ausstrahlung starten’
  6. Sage deinen Fans hallo

Facebook live

Facebook bietet seine eigene Livevideo-Funktion namens Facebook Live. an. Sie ist bereits in deiner mobilen Facebook-App enthalten.

Wie man Facebook Live nutzt:FB_live-screenshot

  1. Öffne die Facebook-App für iOS oder Android (oder lade sie herunter, falls du sie noch nicht hast)
  2. Logge dich in deinen Facebook-Account ein
  3. Klicke auf ‘Status’, genau wie beim Verfassen eines neuen Beitrags
  4. Wähle die ‘Live Video’-Option aus
  5. Geh’ steil!

YouTube

Auch mit YouTube ist das Livestreaming super einfach. Obwohl es mittlerweile auch die YouTube Music App für’s Smartphone gibt, ist diese leider bislang noch nicht in Deutschland verfügbar.

Screen Shot 2016-07-28 at 11.55.38 AMWie man über YouTube livestreamt:

  1. Gehe zu youtube.de
  2. Logge dich in deinen Account ein (oder erstelle einen neuen Account)
  3. Klicke oben rechts auf ‘Hochladen’
  4. Klicke unter Livestreaming auf ‘Jetzt starten’
  5. Bestätige deine Identität mit deiner Telefonnummer
  6. Losstreamen

Falls du Hilfe brauchst, kannst du dir YouTubes Einführung ins Livestreaming durchlesen.

Promotion ist essentiell

Du kannst nicht davon ausgehen, dass du ohne Vorwarnung auf ‘Aufnahme’ drückst und dann sofort 200.000 ZuschauerInnen hast.

Vergiss nicht, dein Livevideo vor der Ausstrahlung zu promoten!

Erstelle mehrere Beiträge, um es anzukündigen:

  • zwei Wochen davor
  • eine Woche davor
  • einen Tag davor

Du solltest deine Livestreams wie Konzerte behandeln. Alle guten Events brauchen die richtige Promotion.

Gib deinen Fans dementsprechend frühzeitig bescheid.

Live und gleichzeitig archiviert

Was passiert, falls Leute deine Liveausstrahlung verpasst haben? Ist sie für immer verschwunden?

Keine Sorge. Auf alle oben erwähnten Plattformen kannst du dein Video nach der Ausstrahlung speichern.

Dann kannst du es als Musikvideo verwenden oder als Promotion, die du BookerInnen zukommen lassen kannst.

“Ungefähr zwei Drittel der gesamten Zeit, in der sich Facebook Livevideos angeschaut werden, findet statt, wenn das Video nicht mehr live ist, was bedeutet, dass die Leute selbst dann an Livevideos interessiert sind, wenn sie sich nicht während der Liveausstrahlung einschalten können”, hat Fidji Simo, Leiter von Facebooks Video-Sparte TechCrunch berichtet.

Für ein wenig Inspiration hier ein Livevideo, bei dem alles richtig gemacht wurde.

Die PionierInnen des Livestreamings

Musik und Livestreaming gehen Hand in Hand. Die Geschichte des Livestreamings in der Musik ist ziemlich lang (und bizarr!).

Just Jam war der DIY-Vorläufer von Boiler Room. Seit ihren Anfängen 2009 war bei ihnen alles von verworrenem Grime bis hin zu größeren Namen wie Four Tet alles vertreten.

Was du davon lernen kannst: Bei den Visuals kannst du dich so richtig austoben. Ihr ästhetisches Markenzeichen sind psychedelische Video-Collagen:

Boiler Room hat 2010 das Licht der Welt erblickt. Der für Boiler Room so typische ‘Blick’ hat seitdem Kultstatus erlangt: der durch eine auf eine/n DJ/ane gerichtete Webcam, der oder die von hippen, einzeln ausgesuchten und eingeladen Gästen umgeben ist.

Mittlerweile gibt es das Konzept in über 100 Städten in der ganzen Welt.

Was du davon lernen kannst: Finde deinen eigenen Performance-Stil. Bringe Kostüme, Requisiten oder sonstige Dinge, die für dich funktionieren, mit. DJ Scotch Egg hat eine Bratpfanne und Gameboys mitgebracht, sowie eine Schürze getragen:

Livestreaming ist längst keine Sache des Undergrounds mehr.

Gwen Stefani hat ein Live-Musikvideo gemacht, das bei den Grammys 2016 ausgestrahlt wurde.

Auch große Festivals machen es. Hier ist Kerri Chandlers Set von Sónar Barcelona. Es wurde per Livestream an tausende von Leuten in der ganzen Welt ausgestrahlt:

Liveschalten

Livevideos sind das nächste große Ding. Du solltest daher damit anfangen und so dein Publikum vergrößern.

Fange klein an und strahle zunächst an dein bereits vorhandenes Publikum aus: Schnapp dir deine Gitarre und filme dich mit deinem Smartphone über Periscope oder Facebook Live.

Probiere dann nach und nach kreativere Sachen aus: Nutze Kostüme, Requisiten, besondere Orte. Hol deine FreundInnen mit an Bord. Gehe das Ganze wie ein Musikvideo an.

Du erschaffst dein musikalisches Universum selbst. Und es loht sich, es mit Anderen zu teilen.

Daher: jetzt liveschalten!