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Wie das Songwriting mit Samples für neue Inspiration sorgen kann

Wie das Songwriting mit Samples für neue Inspiration sorgen kann

Inspiration ist nicht immer da, wenn man sie braucht.

Manchmal sitzt man am Klavier und starrt stundenlang auf ein leeres Blatt Papier. Ein anderes Mal versucht man, aus dem Nichts einen Beat zu bauen, findet jedoch keine konkrete Idee.

Hip-Hop-Produzent*innen machen schon seit Jahrzehnten Beats aus Samples.

Doch wenn du an erster Stelle Songwriter*in und erst an zweiter Stelle Produzent*in bist, kann es sein, dass du damit haperst, Samples in deine Musik zu integrieren.

Wie schaffst du es, dass Samples authentisch klingen? Bist du ein*e gute*r Songwriter*in, wenn du nicht all deine Songs aus dem Nichts erschaffst?

Bis vor kurzem hatte ich diese Zweifel auch.

Klar, ich habe hier und da einen Shaker-Loop benutzt, den ich in einem Sample-Pack gefunden habe.

Doch ich hatte stets Angst, dass das Sample in meiner Produktion zu deutlich als solches zu erkennen ist.

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass es so lange gedauert hat, bis ich die Vorteile von Samples fürs Songwriting erkannt habe.

Warum solltest du Samples benutzen, um Songs zu schreiben?

Produzent*innen, die bei sich zu Hause Musik produzieren, sind, wenn sie keine Samples benutzen, meistens auf MIDI-Instrumente beschränkt.

Samples und Loops eröffnen eine völlig neue Welt der Möglichkeiten, was die Instrumentation und das Sound-Design angeht.

Samples und Loops eröffnen eine völlig neue Welt der Möglichkeiten, was die Instrumentation und das Sound-Design angeht.

Das Sampling einer Aufnahme kann knifflig sein, doch wenn du mit lizenzfreien Samples arbeitest, musst du dir keine Sorgen ums Urheberrecht machen.

Und hier kommt ein weiterer Aspekt, der dir vielleicht nicht bewusst ist: Die Samples, die du aufnimmst, können deiner Musik zusätzliche Authentizität verleihen.

Hier sind ein paar Arten, wie du deine Songs mit Hilfe von Samples komponieren kannst:

1. Erwecke deine Loops zum Leben

Stelle dir selbst die Herausforderung, einen kompletten Song auf der Basis eines einzigen Loops, der dich inspiriert, zu erschaffen.

Einer der gängigsten Wege, wie Songwriter*innen das anstellen, besteht darin, einen Drum-Loop zu finden, mit dem sie einen Song ausarbeiten können. Doch du kannst noch viel weiter gehen.

Geloopte Horn- oder Streichinstrumente können deinen persönlichen Sound verkörpern, wenn du sie ausreichend manipulierst. Wenn du mit einem melodischen Loop arbeitest, kannst du hier und da eine Tonhöhe verändern, um die Melodie zu reproduzieren.

Außerdem gibt es haufenweise Audio-Effekte , mit denen du Loops bearbeiten und einzigartige Texturen erschaffen kannst.

Wichtig ist hier, über den Tellerrand hinauszuschauen, wenn es darum geht, einen professionell aufgenommenen und gemasterten Loop in deinen Mix zu mischen.

Vielleicht braucht er ein bisschen mehr “Lo-Fi“. Vielleicht musst du ihn auch mit haufenweise Hall und Delay versehen.

Mit ein bisschen Arbeit bekommst du den Loop, den du haben willst, und dann wirst du feststellen, dass die Struktur des Songs in deinem Kopf bereits Form annimmt.

Vielleicht packst du den Loop in den Drop oder direkt hinter den Refrain. Sobald du weißt, wo der Loop hinkommt, kannst du die restlichen Teile um ihn herumbauen.

Eine weitere tolle Art, mit Loops zu arbeiten, besteht darin, sie in einen Sampler, eine Drum-Machine oder einen samplebasierten Synthesizer wie den Arcade von Output zu laden.

Der Arcade beinhaltet eine massive Sample- und Loop-Bibliothek und du kannst jederzeit deine eigenen Loops und Samples hinzufügen. Er ist ein benutzerfreundlicher Software-Synthesizer, mit Hilfe dessen du Loops wie ein Instrument spielen kannst.

Doch du kannst so ziemlich jeden Loop in einen samplebasierten Synthesizer oder jede dir zur Verfügung stehende Drum-Machine hochladen. Der Sampler von Ableton und der EXS24 von Logic sind da eine gute Wahl.


Es kann natürlich sein, dass es, sofern dir diese Strategie neu ist, ein wenig dauert, bis du dich daran gewöhnt hast. Probieren geht hier über Studieren, doch es kann auch immens hilfreich sein, anderen beim Kreieren zuzuschauen.

Schau dir dieses Video an, in dem Ed Talenti mit einem melodischen Sample einen Trap-Beat baut.

2. Benutze kurze Samples mit viel Charakter

Eine weitere Art, Inspiration aus zuvor aufgenommenem Material zu ziehen, besteht darin, kurze Samples mit viel Charakter in deinen Produktionen zu verwenden.

Mit kurzen Samples lassen sich vielleicht nicht sofort melodische und textliche Ideen ausarbeiten, doch sie können deinem Beat Leben einhauchen.

Mit kurzen Samples lassen sich vielleicht nicht sofort melodische und textliche Ideen ausarbeiten, doch sie können deinem Beat Leben einhauchen.

Und falls du dich auskennst, weißt du wahrscheinlich bereits, was für einen Unterschied ein spannender Beat für deinen Schreibprozess machen kann.

Manchmal entstehen aus den kürzesten Samples die wichtigsten Teile einer Produktion.

Erinnerst du dich an die Orchester-Hits, die in so ziemlich jedem Pop-Song der 90er vorkamen? Bei ihnen handelt es sich wahrscheinlich um das berühmteste Sample-Klischee der Musikgeschichte. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie effektiv sind. Tatsächlich sind sie genau aus diesem Grund zum Klischee geworden.


3. Nimm deine eigenen Samples auf

Vielleicht denkst du: “Warum sollte ich meine eigene Sample-Bibliothek erstellen? Ich kann mir alle Sounds im Netz beschaffen!”

Das stimmt – es gibt ein Sample-Pack für so ziemlich jeden Sound, den du dir vorstellen kannst. Doch das ändert nichts daran, dass die Samples, die du selbst aufnimmst, dir, und auch nur dir alleine, gehören.

Klar kannst du ein Sample finden, in dem jemand ein Streichholz vor einem Mikrofon anzündet. Doch wenn du das selbst aufnimmst, fügst du deinem kreativen Prozess deine eigene Färbung hinzu.

Billie Eilish und FINNEAS sind dafür bekannt, dass sie Samples, die sie zusammen aufgenommen haben, in ihre Songs integrieren.

Ein Song, der Ausschnitte aus deinem Leben enthält, hebt sich von den vielen anderen Demos, die du ausschließlich an deinem Computer erschaffen hast, ab.

Vor kurzem haben sie ihren Hit “Bad Guy” für den Rolling Stone aufgeschlüsselt. Im Video beschreiben sie, wie sie den Sound einer Fußgängerampel in Australien gesampelt und als Hi-Hat-Muster im Beat verwendet haben.

Das Sample macht den Track nicht nur authentischer, sondern vertieft Billies und FINNEAS’ Verbindung zu ihm immens.



Alles schön aufmischen!

Ein Song, der Ausschnitte aus deinem Leben enthält, hebt sich von den vielen anderen Demos, die du ausschließlich an deinem Computer erschaffen hast, ab.

Es ist keine schlechte Idee, nicht nur virtuell, sondern auch physisch ein paar tolle Sounds einzufangen.

Das Beste an der Arbeit mit Samples ist, dass du auf viele unterschiedliche Arten experimentieren kannst.

Dabei gibt es keine richtige oder falsche Vorgehensweise. Es geht darum, so lange zu erkunden und zu basteln, bis du einen Sound findest, der dich überrascht und inspiriert.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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