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Unschöne Wahrheiten: Kostenlose Plugins halten dich zurück

Unschöne Wahrheiten: Kostenlose Plugins halten dich zurück

Hol dir die Tools, um deinen Sound mit über 30 Synthesizern, Instrumenten, Effekten und Utilities-Plugins von Branchenführern wie Arturia, UJAM und anderen zu formen. Probiere LANDR-Plugins aus.

Willkommen zu Unschöne Wahrheiten, der LANDR Blog-Serie, in der wir uns den harten Realitäten der Musikproduktion widmen. Die folgenden Ratschläge willst du vielleicht nicht unbedingt hören – doch sie werden deine Produktions-Skills bereichern.

Unser heutiges Thema: Kostenlose Plugins halten dich zurück

Seien wir mal ehrlich: Kostenlose VST-Plugins machen süchtig.

Wir haben uns ihnen häufig gewidmet hier auf dem LANDR Blog und ihr Reiz ist nicht von der Hand zu weisen.

Das Vollstopfen deiner DAW mit coolen kostenlosen Tone-Shaping-Apps passt nur allzu gut zu unserer Natur als Horder*innen.

Doch hier kommt die unschöne Wahrheit: Kostenlose Plugins sind fast nie so gut wie ihre kostenpflichtigen Ausfertigungen.

Versteh mich nicht falsch – dass so viele funktionale Audio-Tools heutzutage kostenlos zu haben sind, ist ein klarer Vorteil des Zeitalters der digitalen Tonaufnahme.

Rührige Developer*innen können in ihrer Freizeit kostenlos Plugins kreieren und sie dann allen im Netz zum Download bereitstellen.

Das ist super. Doch es gibt einen Grund dafür, dass man kaum professionelle Toningenieur*innen mit einem Ordner voller Freeware-EQs findet…

1. Nicht alle Plugins sind gleich

Zwei Plugins mögen sich oberflächlich betrachtet nicht groß unterscheiden, doch tatsächlich kann sich die Leistungsfähigkeit von einem Effekt zum anderen extrem unterscheiden.

Zwei Plugins mögen sich oberflächlich betrachtet nicht groß unterscheiden, doch tatsächlich kann sich die Leistungsfähigkeit von einem Effekt zum anderen extrem unterscheiden.

Qualitativ hochwertige digitale Mixing-Tools zu entwickeln, ist extrem schwierig. Die technischen Herausforderungen, vor die der Bau eines gut klingenden EQs oder Kompressors einen stellt, sind nicht zu verachten.

Es ist absolut möglich, dass ein*e einzelne*r Developer*in, die oder der alleine arbeitet, auf diesem Gebiet beeindruckende Ergebnisse liefern kann.

Doch es ist um einiges wahrscheinlicher, dass gut finanzierte Teams, die kommerzielle Produkte entwickeln, mit den Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen, noch Besseres leisten können.

Plugins haben sich im letzten Jahrzehnt zu einem massiven Bestandteil der Equipment-Industrie entwickelt.

Ein mit jeder Generation steigender Bedarf an immer besserer Leistung hat dazu geführt, dass moderne Plugins mittlerweile extrem ausgefeilt sind.

Starke Konkurrenz zwischen den Herstellern hat die Geschwindigkeit der Entwicklung noch beschleunigt, da jede Marke das Rennen um den nächsten Release gewinnen will.


Dieser Druck hat dazu geführt, dass zahlungspflichtige Angebote von respektierten Herstellern die Messlatte ziemlich hoch ansetzen.

2. Qualität kostet Geld

Die schlichte Wahrheit ist, dass die Mühen und das Engagement, die kommerzielle Hersteller in ihre Kreationen stecken, nicht gerade billig sind.

Die schlichte Wahrheit ist, dass die Mühen und das Engagement, die kommerzielle Hersteller in ihre Kreationen stecken, nicht gerade billig sind.

Es stimmt zwar, dass der Aufwand, den man betreiben muss, wenn man ein Produkt anhand des digitalen Vertriebs verkauft, um einiges niedriger ist als bei physischer Hardware.

Doch für die Entwicklung und das Design von erstklassigen Plugins sind nichtsdestotrotz hunderte Stunden R&D nötig.

Das mag zwar so klingen, als müsstest du eine große Investition tätigen, doch die guten Neuigkeiten sind, dass die Kosten für erstklassige Prozessoren seit der analogen Ära um einiges gefallen sind.

Früher brauchte man so richtig Kohle, um überhaupt erst mit dem Mischen anfangen zu können.

Heutzutage kostet der fortschrittlichste digitale EQ, der auf dem Markt erhältlich ist, 199$ USD. Ich würde das geradezu erschwinglich nennen.



Mit fast immer verfügbaren Rabatten und einer großen Fülle an Mietkauf-Plugins war gute Qualität noch nie so verfügbar.

3. Du brauchst einfach keinen Millionen von VSTs

Wenn man kostenlose VSTs durchstobert, ist es schnell passiert, dass man ein Plugin nach dem anderen runterlädt. Doch wie viele von ihnen wirst du wirklich jemals benutzen?

Wenn man kostenlose VSTs durchstobert, ist es schnell passiert, dass man ein Plugin nach dem anderen runterlädt. Doch wie viele von ihnen wirst du wirklich jemals benutzen?

Tatsächlich ist es so, dass man ein komplettes Album wunderbar mit nur einem Kompressor und einem EQ-Plugin mischen kann.

Wenn man zu viele Prozessoren zur Auswahl hat, macht es das lediglich schwieriger, den richtigen auszuwählen und endlich mit dem Mischen loszulegen.

Und nicht nur das – jede Art von Bearbeitung, die du deinem Quellenmaterial hinzufügst, bringt seine Vor- und Nachteile mit sich.

Vielleicht bekommst du ein bisschen mehr Kontrolle über die Dynamik oder die Ausgewogenheit der Frequenzen, doch du führst an anderer Stelle negative Effekte ein.

In einem dichten Mix können sich schnell Probleme einschleichen, die mit dem EQ zusammenhängen – wie z.B. Phase-Shifting oder unnatürliches “Pumpen”.

Um einen guten Mix zu erstellen, musst du diese unerwünschten Effekte auf ein Minimum beschränken. Erfahrene Toningenieur*innen wissen, wann ihre Bearbeitung mehr Schaden anrichtet, als sie Gutes tut.

Eine Möglichkeit, den Kollateralschaden auf ein Minimum zu beschränken? Ein hochwertiges Tool.

Eine Möglichkeit, den Kollateralschaden auf ein Minimum zu beschränken? Ein hochwertiges Tool.

Es ist es wert, zumindest einen Kompressor und EQ zu haben, auf den du dich verlassen kannst, wenn es darum geht, bei schwierigen Mixing-Aufgaben deinem Quellenmaterial die Treue zu halten.

So weißt du wenigstens, dass die Qualität des Endergebnisses auf deinen Mixing-Entscheidung basiert – nicht auf einem Mangel deiner Tools.

Umsonst verzetteln

Welche Schlüsse solltest du aus dieser unschönen Wahrheit ziehen?

Lade so viele kostenlose Plugins runter, wie du willst, doch stelle sicher, dass du zumindest ein paar qualitativ hochwertige Tools hast, auf die du dich immer verlassen kannst.

Du brauchst höchstwahrscheinlich nur einen richtig guten EQ, einen richtig guten Kompressor und vielleicht einen netten Hall, um einen tollen Mix auf die Beine zu stellen – und Qualität ist günstiger als jemals zuvor.

Das macht Mut!

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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