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Weshalb du nie aufhören solltest, Musik zu machen

Weshalb du nie aufhören solltest, Musik zu machen

Erfolg ist, was du daraus machst.

Falls du dir vorgenommen hast, das Songwriting oder Komponieren professionell zu betreiben, liegt eine Menge Arbeit vor dir…

Die Konkurrenz ist groß: Unmengen von MusikerInnen, die um Shows, Nennungen auf Blogs, Plays, Albumverkäufe und Plattenverträge wetteifern. Das kann schnell dazu führen, dass einem das Schreiben von Musik sowie das Teilen der eigenen Musik mit der Welt eher schwierig, undankbar oder sogar schier unmöglich vorkommt.

Letztes Jahr hat das Forschungsunternehmen RIAA, das die Musikindustrie erforscht, eine raffinierte visuelle Datenbank erstellt, die die Trends im Bereich der Musikverkäufe von 1973 bis 2016 darstellt. Während digitale Distribution via Plattformen wie Spotify und Deezer einen leichten Aufwärtstrend für Musikverkäufe und das Wachstum unabhängiger MusikerInnen generiert hat, zeigen die Graphen eindeutig, dass Albumverkäufe langsam aber sicher aussterben.

Dinge, die nicht in deiner Macht stehen, wie beispielsweise die übersättigte Musikbranche, werden sich wohl nie ändern, doch du musst eventuell deine Wahrnehmung und Erwartungen anpassen, falls du möchtest, dass die Musik eine feste Konstante in deinem Leben bleibt.

Herausforderungen wie diese, zusammen mit dem ewigen Anspruch, emotional roh, verletzlich und während des gesamten Songwriting-Prozesses präsent zu sein, konnen schnell dazu führen, dass du die Hände in die Luft schmeißt und aufgibst, doch das solltest du nicht tun…

Traum vs. Realität

Die meisten MusikerInnen beginnen ihre Karriere in der Hoffnung, irgendwann ihren Lebensunterhalt mit der Musik verdienen zu können.

Die Wests, Swifts und Biebers der Popmusik sind der Beweis dafür, dass es mit Talent, den richtigen Connections und ein wenig Glück möglich ist. Doch während manche MusikerInnen durch ihre Musik zu Ruhm und Reichtum gelangen, kann sich der Großteil der MusikerInnen glücklich schätzen, wenn sie mit ihrer Musik geradeso die Rechnungen bezahlen können.

Der Großteil der MusikerInnen kann sich glücklich schätzen, wenn sie mit ihrer Musik geradeso die Rechnungen bezahlen können.

Selbst MusikerInnen, die Hits im Repertoire haben, haben Schwierigkeiten, mit ihren Songs gutes Geld zu verdienen. In einem Artikel des New Yorkers von 2016, der sich mit den negativen Auswirkungen des Musik-Streamings befasst, kommt Michelle Lewis vor, eine Songwriterin, die einen riesigen Erfolg auf Spotify hatte, jedoch ihre Rechnungen nicht bezahlen konnte:

“Ich habe diesen Hit. Fast drei Millionen Streams auf Spotify! Und dann kam mein Scheck über siebzehn Dollar und zweiundsiebzig Cents.”

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Auf ähnliche Weise gab die allseits beliebte Indie-Rock-Band Grizzly Bear in einem Beitrag für das Vulture Magazine 2012 bekannt, dass sich einige ihrer Mitglieder keine Krankenversicherung leisten können. Sollte sich eine so verehrte und renommierte Band wie Grizzly Bear nicht ihren Lebensunterhalt entspannt durch ihre Musik verdienen können?

Dinge, die nicht in deiner Macht stehen, wie beispielsweise die übersättigte Musikbranche, werde sich wohl nie ändern, doch du musst eventuell deine Wahrnehmung und Erwartungen anpassen, falls du möchtest, dass die Musik eine feste Konstante in deinem Leben bleibt.

Mit ihrem bahnbrechenden Album Yellow House ernteten Grizzly Bear, die durch ihren unverwechselbaren und dauerhaften Beitrag zum Indie-Pop berühmt wurden, 2006 schnell Anerkennung von Fans und hartgesottenen MusikkritikerInnen. Elf Jahre später ist Grizzly Bear nach wie vor eine der zelibriertesten Bands der alternativen Musik. Wenn schon solche Bands Probleme damit haben, ihre Rechnungen durch ihre Musik zu bezahlen, was bedeutet das dann für den Rest von uns?

Zum Glück machen Grizzly Bear weiterhin tolle Musik, egal wieviel Geld sie damit verdienen.

Was also lässt sich aus ihrer Geschichte lernen? Wenn in der Musik sowie in anderen Bereichen des Lebens die Dinge nicht so kommen, wie sie eigentlich sollten, dann bleibt uns keine andere Wahl, als unsere Pläne und Erwartungen anzupassen und uns weiterhin auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Es ist an der Zeit, den Begriff “groß rauskommen” neu zu definieren

Da es selbst für im konventionellen Sinne erfolgreiche MusikerInnen immer schwieriger wird, aus ihrer Musik eine Vollzeit-Karriere zu machen, ist es anscheinend Zeit für eine kollektive Neudenkung des Begriffs “groß rauskommen”.

Musik zu machen kostet Zeit, Geld und viel Energie, daher ist es wichtig, sich zu fragen, was man aus dem ganzen Prozess des Schreibens, Produzierens und Auftretens schöpft. Falls du dir das nicht klar machst, kann es gut sein, dass du die kleineren, weniger greifbaren Belohnungen, die dir das Musikmachen beschert, übersiehst.

Für manche ist das Musikmachen eine Art Meditation, mit der sie ihr Wohlbefinden fördern. Für andere gibt es nichts Besseres, als auf der Bühne zu stehen und vor Publikum aufzutreten.

Egal wie und warum du Musik machst, sofern es dich glücklich macht und du es häufig tun kannst, dann bist du erfolgreich, auch ohne damit Geld zu verdienen. Es ist absolut nichts falsch damit, für etwas bezahlt werden zu wollen, das du liebst und von dem du weißt, dass du gut darin bist, doch du wirst höchstwahrscheinlich nicht lange dabei bleiben, wenn deine einzigen Indikatoren für Erfolg Geld, Facebook-Likes und Nennungen auf Blogs sind.

Musik zu machen kostet Zeit, Geld und viel Energie, daher ist es wichtig, sich zu fragen, was man aus dem ganzen Prozess des Schreibens, Produzierens und Auftretens schöpft. Falls du dir das nicht klar machst, kann es gut sein, dass du die kleineren, weniger greifbaren Belohnungen, die dir das Musikmachen beschert, übersiehst.

 

Gewisse Arten des Erfolgs sind immer erreichbar

Du denkst, deine Band kann sich den Wahrscheinlichkeiten widersetzen und es zu kommerziellem Erfolg bringen? Die Chancen sind da, doch sie stehen relativ schlecht. Durch das Musikmachen zu wahrer kreativer Erfüllung zu gelangen, indem du deine eigene Definition von Erfolg hast, ist eine ganz andere Geschichte…

Kein Prozess der Musikproduktion gleicht einem anderen, und auch die Motivation zum Musikmachen ist für jeden eine andere. Nimm dir ein wenig Zeit, um herauszufinden, was genau du aus dem Musikmachen schöpfst. Es kann sein, dass du so einige ganz eigene Erfolge entdeckst. Wenn das Musikmachen dich glücklich macht und du es regelmäßig betreibst, dann bist du doch schon erfolgreich.

Für viele MusikerInnen besteht die Belohnung für ihre harte Arbeit im kreativen Prozess selbst.

Auch wenn du deine Rechnungen nicht durch deine Musik bezahlen kannst, so schaffst du dir doch grenzenlose kreative Freiheit, indem du den Druck aus deinem Songwriting-Prozess nimmst, der dadurch entsteht, wenn man nach konventionellem Erfolg strebt. Diese kreative Freiheit findest du nicht, indem du ständig versuchst, Hits zu erschaffen.

Erfolg in der Musik bedeutet, Projekte zu beginnen und fertigzustellen, Wege zu finden, wie du innovativ sein kannst, und dich in deinen eigenen, einzigartigen Prozess zu vertiefen, egal wie dieser aussehen mag. Statt dir dauernd zu wünschen, mit deiner Musik schon viel weiter zu sein, kommst du höchstwahrscheinlich viel besser dabei weg, deine bereits vorhandenen Erfolge zu feiern, egal wie klein sie sind.

Was sollte es bedeuten, mit Musik erfolgreich zu sein? Sobald du das für dich selbst entscheiden und Musik nach deinen eigenen Spielregeln machen kannst, stehen deine Chance höher, dass du der Musik dein ganzes Leben lang treu bleibst, statt nach ein paar Jahren abgebrannt den Hut an den Nagel zu hängen. Erfolg sollte immer bei der künstlerischen Erfüllung beginnen.

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Weshalb es sich lohnt, am Ball zu bleiben

Musik ist eine unfassbar starke Kraft, die die Fähigkeit besitzt, das Leben von Millionen von Menschen besser zu machen.

Wenn SongwriterInnen keine Musik mehr machen würden, nur weil sie wissen, dass sie damit kein Geld, kein Likes oder keine Plays bekommen, wäre die Welt schlicht und ergreifend ein schlechterer Ort.

Die Musik verbessert zwar das Leben der ZuhörerInnen, doch du solltest dir auch bewusst machen, was der Prozess des Komponierens für dich bedeutet. Falls das Musikmachen dich zu einem glücklicheren und erfüllteren Menschen macht, dann sollte es unbedingt fester Bestandteil deines Lebens sein, egal ob du ausverkaufte Konzerte spielst oder einfach nur in deiner Garage jammst.

Du kannst dir durchaus eine Musikkarriere im konventionellen Sinne aufbauen, doch das wird dir um einiges schwerer fallen, wenn du den immateriellen Lohn, der das Musikmachen mit sich bringt, nicht zu schätzen weißt.

Finde daher zuerst die Erfolge in deinem eigenen Prozess. Das ist sowieso der einzige Weg, um zu Popularität und finanziellem Erfolg zu gelangen.

Die Welt ist besser dank der Musik und wenn auch du besser bist, wenn du Musik machst, dann solltest du alles daran setzen, es für den Rest deines Lebens machen zu können.

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Annika Wegerle

Annika liebt verquere Geschichten und schillernde Figuren. Sie schreibt über Musik und alles, was sie sonst in die Finger bekommt.

@Annika Wegerle

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